Wie wirke ich auf mich? Wie wirke ich auf Andere?
UHR am 13.08.2002

Grobe Erklärung Innenwirkung:

Ich berücksichtige zuerst mich und denke erst in zweiter Linie an meine Umwelt.
Ich betrachte die Welt von meiner Sicht, von meinem Standpunkt aus.
Ich berücksichtige zuerst mich und nicht die Anderen beim Betrachten von Problemen/Vorgängen.

-> siehe dazu unbedingt die Nr. 02 "Egoist, neu erklärt"
Das Wichtige in dem Abschnitt Egoist: Die 10 menschlichen Grundwerte verstehen und leben!

Das bedeutet, ich denke zuerst an mich, um zu gefestigten Sichtweisen zu kommen.
Diese gefestigten Sichtweisen erzeugen ein stabiles Fundament, von dem aus ich positiv wirken kann.

Nur mit einem stabiles Fundament komme ich, ausgehend von gefestigten Sichtweisen, zu abgesicherten Standpunkten.

Erst danach kann ich Schwerpunkte (auf abgesicherten Standpunkten) bilden und meine Ziele danach ausrichten.

Grobe Erklärung Außenwirkung:

Ich betrachte die Welt von der Sicht des/der Anderen aus.
Ich denke zuerst daran wie die Anderen über mich denken und urteilen würden – und vergesse dabei mich – und handle so, wie es die Anderen von mir erwarten würden!

Beispiel: Ich mache unbewusst Trends mit, die nicht unbedingt meinen Vorstellungen entsprechen.

Detaillierte Erklärung Innenwirkung:

Alle Menschen neigen dazu ihr Tun und Handeln gedanklich mit ihrer, sie umgebenden Umwelt zu vergleichen, um abzustimmen – was für sie
a. richtig und
b. lebenserhaltend / von Vorteil ist

Trotzdem gibt es Lebenssituationen, die in Abgleichung mit der Umwelt bei Menschen, die keinen festen Lebenssockel haben, dazu führen, dass Sie ihre innere (richtige) Meinung, ihr inneres (richtiges) Gefühl der allgemeinen Meinung/Stimmungslage/Zwängen opfern, um ja nicht als Außenseiter aufzufallen und verlacht zu werden.



Beispiel: Volksmusik // Rockmusik
Bei der Volksmusik ist überwiegend das „einfache Volk“ ein dankbares Publikum.
Bei der Rockmusik ist überwiegend das „intellektuelle Volk“ ein anspruchsvolles Publikum.
Bei der Hardrock-Musik ist überwiegend das „coole Volk“ ein abreagierendes Publikum.



Ein Beispiel aus meinem Leben zum Thema Volksmusik // Rockmusik:
Ich mag Volksmusik, und ich stellte und stelle fest, dass diese Volksmusik aus dem Herzen kommt.
Dies spüre ich und erkenne es zum Beispiel daran, dass die Interpreten beim Singen lachen.
Das Gegenteil sehe ich in der Rockmusik. Deren Interpreten, so stellte ich fest, haben keine lachenden Gesichter, deren Gesichter sind zu Fratzen verzerrt und diese zeigen eine deutlich andere Gemütslage und innere Einstellung, als bei den Volksmusikanten. Trotzdem akzeptierte und akzeptiere ich die Menschen, die Rockmusik mochten und mögen und verlachte diese nicht. Einschub am 13.07.2016: Diesen letzten Satz vor 8 Jahren so hingeschrieben kann nicht verstanden werden, wenn ich ihn nicht erkläre: Ich akzeptiere, da ich verstehe! Wer mich nicht versteht, der kann mich auch nicht akzeptieren. (Ausnahmen: Es sei denn, ich habe Macht oder großes Ansehen) Ende Einschub

Wenn ich in eine Gesellschaft komme, die der Rockmusik zugetan ist erlebe ich, wenn ich sage, dass ich die Volksmusik mag, dass man mir missgünstig gegenübersteht, mich zum Teil mit Verachtung straft und mich mit meiner Liebe zur Volksmusik verlacht. Diese Reaktion ist eine äußerst - ich sage es mal nett - unüberlegte, eine kontraintelligente Rekation. Einschub am 13.07.2016: Auch hier, nach 8 Jahren, bin ich erstaunt darüber, welche Parallelen sich zu meinem heutigen Denken ziehen lassen. Lies Dir mal "Wissenwiedergeber" durch und verbinde das mit dem blinden Fleck beim Denken, und verstehe das im Zusammenhang mit dem Buch von Daniel Kahneman "Schnelles Denken, langsames Denken". Die "unüberlegten Reaktionen" von damals bedeuten nichts anderes, als dass nicht gedacht wurde und auch heute nicht gedacht wird. Hier passiert ausschließlich das "schnelle Denken", welches ich als "nicht DenKen" bezeichne. Ende Einschub

Bei vielen meiner Schulkameraden/Schulkameradinnen beobachtete ich folgendes:
Der äußere Einfluss war so stark cool zu sein, cool zu wirken, dass das innere Gefühl zugunsten der außen vorherrschenden Meinung aufgegeben wurde und viele sich der vorherrschenden Meinung anschlossen. In der Gruppe wurde die vorherrschende Meinung (das Volksmusikfreunde zu verlachen sind) manifestiert. Querhinweis auf Gustave Le Bon und sein Buch "PSYCHOLOGIE DER MASSEN". Dies hatte zur Folge, dass sich neue Wahrheiten bildeten.

Weitere Gedankenansätze, anstatt Volksmusik wären z. Bsp.: Prägung, Politik, Familie, Rauchen, Essen, Macht, Kirche, Liebe,

Weiteres zur Innenwirkung:
Es ist äußerst wichtig, dass man zuerst die Innenwirkung, dies ist, was für einen selber richtig und wichtig ist, berücksichtigt – sich auf „seine Insel“ begibt und dies erst mal für gut befindet, dass man auf dieser Insel ist – weil man ein wertvoller Mensch ist und weil man so fühlt.
Der nächste (Gedanken-) Schritt ist der (nach dem Fühlen), sich klar zu sein, dass dies so richtig ist. Erst danach darf man sich der Umwelt widmen und seine Gefühle und sein Wissen mit den äußeren Eindrücken vergleichen und beginnen zu urteilen. Dieser antrainierbare Prozess des Denkens führt dazu, dass man sich aktiv mit seiner Umwelt auseinandersetzt und sich nicht passiv den vorherrschenden Meinungen hingibt/ergibt.

Leitsatz: Innenwirkung immer vor Außenwirkung.

Mir sollte klar* sein: Die eigene Außenwirkung kann so oder so sein (positiv, neutral oder negativ), ich muss aber immer zuerst daran denken, was ich selbst für gut befinde, was für mich wichtig und richtig ist.
* hier anstatt klar das Wort bewusst eingesetzt wäre falsch, da nur ein Mensch von 200.000 bewusst ist. D.h., dass meine Ausführungen hier ein bewusster Mensch liest, das ist sehr unwahrscheinlich.

Zu den Gedankenansätzen:

Prägung:
Ich wurde und werde geprägt.
Kann ich aus meiner Prägung, die evtl. für mich schädlich ist, ausbrechen?
Antwort: Dies ist extrem schwer, meistens sollte man dazu fremde Hilfe in Anspruch nehmen.
Eine Frage, die Du Dir stellen kannst: Ist meine Innenwirkung wegen Prägungen noch aufspürbar und bewusst erfassbar? Nur, zur Beantwortung dieser Frage, da musst Du ehrlich sein! D.h., hier von Dir selbst eine erschöpfende Antwort zu kriegen, die ist sehr unwahrscheinlich!!! Deshalb die fremde Hilfe suchen und annehmen!

Familie:
Inwieweit bin ich bereit und in der Lage meiner Familie die Zeit, Achtung und Liebe entgegenzubringen, die Sie verdient?
Innenwirkung hier bei mir selbstverständlich?
Die richtige Reihenfolge muss sein: Familie, Verwandte, Nachbarn, Freunde.

Fragestellung an sich selbst: Behandle ich die Nachbarn höflicher, als meine Familie?
Wenn ja, was läuft da falsch? Ist meine Familie nicht in der Lage "Die Lebensprinzipien für eine Familie" zu verstehen und zu leben. Wenn in meiner Familie keine Prinzipien vorhanden sind, woran orientiere ich mich? Wenn es da keine Orientierungsmöglichkeiten gibt, dann denke an die, an Deine Innenwirkung und baue Dir selbst ein Fundament!
Siehe dazu auch die Nr. 26 "Lebensregeln" + "die 10 menschlichen Grundwerte"



Politik:
Wurde ich evtl. von meinen Eltern, meiner Umwelt geprägt. Habe ich evtl. innere Werte, die mit meiner politischen Zugehörigkeit nicht in Einklang zu bringen sind?
Innenwirkung mit Außenwirkung (bewusst) verglichen?



Rauchen:
Was musste alles in meinem Kopf passieren, um das Rauchen für mich -- trotz allen Wissens um die Schädlichkeit, des schlechten Vorbildes, der Umweltverschmutzung*, der Inanspruchnahme aller für meine Folgeleiden -- akzeptabel zu machen? Innenwirkung vergessen, vernachlässigt, unterdrückt?
* Zur Erinnerung: Diese Abhandlung ist vom 13.08.2002. Wäre es nicht mal sinnvoll zum Thema Smogalarm auch die vielen Raucher in einer größeren Stadt zu erfassen? Evtl. kommen durch den leicht zu berechnenden Schadstoffausstoß der Raucher solche Mengen zusammen, dass neben dem Fahrverbot auch ein Rauchverbot erlassen werden muss. Dies wäre vielleicht ein erster Schritt hin zu ......, hin zur Vernunft.
Da es die Vernunft bei den Menschen nicht gibt wäre es sinnvoll den Menschen "vernünftiges Verhalten" vorzuschreiben. Ulrich H. Rose vom 12.07.2016


Essen:
Was passiert täglich in meinem Kopf, dass ich maßlos esse – trotz allem Wissens um die Schädlichkeit des maßlosen Essens auf meinen Körper, mein Befinden, mein mir selber etwas Vormachen (= sich Anlügen), dass alles so in Ordnung ist?

Hier ist die Innenwirkung einem Trugschluss erlegen, da man scheinbar richtig vorging, sich aber von falschen Leitsätzen verleiten ließ, die sind: Heute ja, morgen wieder weniger. Dies alles braucht mein Körper. Irgendwann unternehme ich etwas dagegen. Ich fühle mich wohl. Man mag mich so, wie ich bin. Ich mag mich so, wie ich bin. Es gibt schlimmeres, u.s.w., u.s.w.

Innenwirkung richtig:
Ich muss zuerst an mich, das ist meinen Körper, meine Gesundheit denken.
Gesund heißt, normales Gewicht haben,
damit alle Organe in meinem Körper optimal arbeiten können.

Außenwirkung richtig:
Dem Club der Dicken (im Club der eher krank Werdenden) muss ich nicht angehören.
Mein Lebensmittelladenbesitzer, mein Koch in meinem Lieblingsrestaurant lebt für sich sein Leben -- und so hoffe und unterstelle ich, auch richtig. Ich aber muss mein Leben für mich richtig leben und zuerst an mich – meine Gesundheit – mein Leben – denken.


Macht:
Welchen Prinzipien habe ich mich unterworfen, damit ich an die Macht kam und meine Macht erhalte und ausbaue?
Inwieweit habe ich meine Macht auf Kosten Anderer aufgebaut?
Habe ich diese Macht verdient? Jetzt wird es noch komplexer, als beim Thema Essen.
Auch hier ist die Innenwirkung einem noch viel komplexeren Trugschluss erlegen.

Die falschen Leitsätze hier: Um Macht zu haben/ausüben zu können muss ich Einfluss/Geld haben.

Dies hat zur Folge, dass ich Menschen gegen ihren Willen zu Handlungen (er)presse, die mir in meiner Innenwirkung helfen mein Machtpotential weiter auszubauen.
Statt mich in bestimmten Situationen anzustrengen und mit meinem Intellekt/Wissen und meinem Charme etwas zu erreichen habe ich Macht ausgeübt.
Dies hatte zur Folge, dass meine Untergebenen mich in meiner großartigen Art nicht kennen lernen konnten und ich dadurch auch sehr wenig Zugang zu den Untergebenen fand.
Zugang fand ich eher zu ähnlich machtbesessenen Menschen, wie ich es bin.

Meine Fragen an mich:
Was habe ich alles auf Kosten der Macht gewonnen? Geld: ja! Freiheit? -> nur scheinbar!

Meine weiteren Fragen an mich:
Was habe ich auf Kosten der Macht verloren?
Verloren habe ich: Die Freiheit. Durch jedes Objekt, welches ich besitze wurde ich gebundener, da ich mich gegen den Verlust der Objekte wehren muss – zumindest muss ich mich um deren Erhalt sorgen.
Was ging/geht mir an Zeitqualität verloren, nur weil ich mehr besitze, als andere?

Innenwirkung richtig für mächtige und machtbesessene Menschen:

Ich muss zuerst an mich, meinen Körper und meinen Geist denken.
Was muss ich machen, damit ich nicht Lebensqualität mit Lebensstandard verwechsle?
Ich weiß, dass ich für mich Zeit brauche, um meinem Leben einen tieferen Sinn zu geben als nur Geld und Macht. Ich weiß, dass ich auch für meine Familie Zeit brauche, damit mir meine Familie, aus der ich Kraft für meine Arbeit schöpfe, erhalten bleibt.
Ich weiß, dass ich, wenn ich meine Untergebenen mit ihrem umfangreichen Wissen für meine Belange begeistern kann, ich Arbeit/Macht abgeben kann – dadurch Zeit für mich gewinne – und wenn ich auch noch die Macht, das ist das Geld verteile, damit das Geld = Probleme = Zeitverluste nach unten weitergebe.
Zugleich bekomme ich wahre Freunde in meinem eigenen Unternehmen und steigere meine und die Lebensfreude meiner Untergebenen, die jetzt zu Mit-Arbeitern geworden sind.

Außenwirkung richtig für mächtige und machtbesessene Menschen:

Ich muss nicht dem Club der Reichen angehören (obwohl ich reich bin = an Geld und auch an Bewusstsein), ich kann es mir erlauben anstatt Golf zu spielen, zu Segeln, Rennen welcher Art auch immer zu fahren, mit Geld zu spielen – stattdessen kann ich auch mal „nur“ mit meiner Frau/Mann/Familie, meinen Kindern/Freunden spazieren gehen, mich mit ihnen unterhalten, ihnen zuhören, ihnen Positives sagen (wie ich es auch meinen Mit-Arbeitern sage).
Kurzum: Ich gebe denen die Zeit, die es verdienen, da sie mir ihre Kraft, ihre Gunst geben, damit ich die Kraft habe Macht richtig zum Wohle Aller auszuüben.

Nachtrag am 13.07.2016: Dies wurde vor 8 Jahren von mir sehr idealistisch geschrieben. Heute würde ich meinen Appell "Außenwirkung an mächtige und machbesessene Menschen" ergänzen um die Bitte, das "nicht zugeben können der Soziopathen" zu lesen. Wenn Du dies im Zusammenhang mit "Der blinde Fleck beim Denken" und dem Buch von Daniel Kahneman "Schnelles Denken, langsames Denken" gelesen hast, dann dürfte Dir als "nicht mächtiger Mensch" evtl. ein Licht aufgehen. Als "mächtiger Mensch" wirst Du Dich höchstwahrscheinlich nicht angesprochen fühlen. Ende Nachtrag


Das Innenleben sollte immer reicher sein als das Äußere.
Ulrich H. Rose vom 28.11.2010


Dazu fällt mir ein weiser Gedanke von Mahatma Gandhi ein:
Lebe einfach, so dass andere einfach leben können.

Mahatma Gandhi,
Mohandas Karamchand Gandhi,
indischer Rechtsanwalt,
politischer und geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung
* 2. Oktober 1869 in Porbandar, Gujarat
† 30. Januar 1948 ermordet in Neu-Delhi


Kirche:
Wenn ich einer Kirche angehöre, dann gehöre ich auch einer Religion an, dann glaube ich.
Wenn ich glaube, dann schalte ich das DenKen vollends aus. Das bedeutet, dass ich von den Mächtigen, sei es von den weltlichen Mächten oder von den kirchlichen Mächten missbraucht werde, damit diese ihren Einfluss, sprich ihre Macht und ihre Reichtümer mehren können.
In diesem Falle habe ich keine Innenwirkung, da alles durch den Glauben gedeckelt ist - auch das DenKen.
Meine Außenwirkung: Kontraintelligent, einfältig und leicht verführbar.


Liebe
Ein sehr komplexes Thema, welches ich zu gegebener Zeit hier ergänze.
Die Zeit ist jetzt - 15 Jahre später - gekommen. Nicht, weil ich heute, am 31.05.2017 das Thema besser ausformulieren kann. Es ist schlichtweg die Zeit. Damals, im August 2008, da habe ich - neben meiner beruflichen Tätigkeit - nicht die Muße gehabt, solch ein wichtiges Thema, wie die Liebe - in Bezug zu Innenwirkung und Außenwirkung - zu betrachten und zu durchdenken. Heute kann ich das.

Innenwirkung Liebe
:
Wenn ich liebe, dann bedingungslos. Ich fordere nicht - ich liebe. Sich an der Freude des geliebten Menschen zu erfreuen ist die Erfüllung selbst.

Außenwirkung Liebe:
Meine bedingungslose Liebe, die ich treffend unter "Innenwirkung Liebe" beschreibe, die wirkt auf den geliebten Menschen - mehr oder weniger.
Bevor ich weiter ausführe - noch ein wichtiger Gedanke: Es ist ein großes Glück vom geliebten Menschen auf dieselbe Weise "zurückgeliebt", d.h., bedingungslos geliebt zu werden. Dies wäre ideal und nicht mehr zu überbieten.

Nun fängt es an komplex zu werden.
Betrachten wir mal den Idealzustand, beide lieben bedingungslos den Anderen.
Da beide Menschen sind, so sind auch noch die körperlichen Bedürfnisse und Besonderheiten zu betrachten und zu beachten. Zur "bedingungslosen Liebe", der "wahren Liebe" gehört auch noch dazu, dass man sich gegenseitig akzeptiert. Akzeptanz setzt Verstehen voraus. Wenn ich den Anderen nicht verstehe - in seinen Bedürfnissen und Besonderheiten, dann kann ich ihn nicht akzeptieren. In solch einem Falle ist es unmöglich bedingungslos zu lieben.
Denken wir mal weiter: Was hat das für Ursachen, wenn ich den Anderen nicht verstehe?
Der Andere lässt nicht zu, dass ich ihn verstehe, weil
- nicht über heikle Themen gesprochen werden kann
- beim Sprechen über heikle Themen diese nicht ausdiskutiert werden können, weil es zu Abbrüchen kommt

Für den Fall, dass der Andere zulässt, dass heikle Themen ausdiskutiert werden können, für diesen Fall gibt es wieder einige Möglichkeiten:
A. Alle zwei kommen über die Diskussion hinaus zu einem Konsens, das bedeutet, sie einigen sich auf zukünftige Verhaltensweisen zu heiklen Themen.
B. Eine Einigung zu einem heiklen Thema bedeutet nicht gleichzeitig, dass das heikle Thema damit erledigt ist, denn es kann sein, dass von den beiden Personen eine Person doch keinen ehrlichen, das bedeutet keinen liebenden Entschluss gefasst hat und sich deren Innerstes immer noch sträubt die zukünftigen Verhaltensweisen zu akzeptieren. Das bedeutet im einfachsten Fall, dass diese Person die andere Person in ihren besonderen Wünschen nicht versteht und demzufolge nicht akzeptieren kann. Im besonderen Fall, wie hier schon unter A beschrieben wird sich eine erneute Diskussion ergeben, die wahrscheinlich abgeänderte, zukünftige Verhaltensweisen zu heiklen Themen ergeben wird.
C. Jetzt betrachten wir B noch etwas differenzierter: Es gibt auch noch unterschiedliche Sichtweisen zu heiklen Themen.
Die eine Sichtweise kann kompromisslos, d.h. egozentrisch sein, weil der Andere aus der eigenen Sichtweise heraus nicht berücksichtigt wird. Diese Sichtweise lässt dem Anderen keinen Spielraum. Dies führt letztendlich zu einem beiderseitigen Unverständnis und kann zu einem Abbruch der Beziehung führen.
Die andere Sichtweise kann liebend sein, d.h. dem Anderen gegenüber aufopfernd sein. Aus dem "aufopfernd" geht schon hervor, dass einer von Beiden das Opfer wird oder das Opfer spielt.
In diesem Falle ergeben sich aus der Sicht des Opfers folgende zwei Möglichkeiten für die Zukunft:
1. Das Opfer gewöhnt sich - über die Zeit - an ein heikles Thema und beginnt die andere Person - über die Zeit - zu verstehen. Damit wäre ein Akzeptieren möglich und sehr wahrscheinlich.
2. Das Opfer gewöhnt sich - über die Zeit - nicht an ein heikles Thema. Das hat zur Folge, dass das Opfer aus seiner Opferrolle rausschlüpft, oder sich weiter als Opfer hergibt mit weiteren - meistens negativen - Folgen für die Beziehung. Die negativen Folgen können unter anderem sein, dass andere, heikle Themen erneut befeuert werden mit weiteren unabsehbaren Folgen.

So, jetzt reicht es erst mal!

Du siehst, wie komplex das Thema jetzt schon geworden ist, obwohl ich hier immer noch den Idealzustand beschreibe, dass sich zwei Menschen bedingungslos lieben. Was geschieht erst zwischen zwei Menschen, wo der eine bedingungslos liebt, der andere Bedingungen stellt und/oder Diskussionen nicht zulässt?

Und was geschieht zwischen zwei Menschen, die beide Bedingungen an den Anderen stellen, das bedeutet, Liebe nicht als "Geben und Nehmen" verstehen, sondern nur vom Anderen etwas zur Befriedigung des Egos und der eigenen Bedürfnisse verlangen? - bewusst und/oder auch unbewusst!

Jetzt mach Dir mal selber dazu Gedanken! Welche Beziehung lebst Du?
- Die ideale Beziehung?
- Die einseitige Beziehung?
- Die egozentrische Beziehung?


Dann die nächsten Fragen:

Bist Du Egozentriker?
Wenn ja, sei Dir klar, dass Du eine Belastung für jede Beziehung bist. Wenn Du eine enge Beziehung eingehen möchtest, dann bitte nur über eine stützende Begleitung/Führung von außen.

Bist Du mit einem Egozentriker zusammen?
Dann lese Dir jetzt durch "Was ist ein Soziopath?" und den "Aufruf Nr. 3"

Bist Du ein Opfer?
Dann solltest Du Dir folgende Fragen stellen: Will ich weiterhin Opfer sein?
Wenn ja: Komme ich damit zurecht? Geht das auf Dauer gut? Geht das auf Dauer nicht gut? Was mache ich, wenn es auf Dauer nicht gut geht?
Wenn nein: Komme ich alleine mit dieser Situation zurecht? Wenn nicht, wer hilft mir? Die eigene Familie? Freunde? Will ich mir überhaupt helfen lassen?

Jetzt reicht es wirklich!

Ob ich dieses Thema noch mal aufnehme - ich weiß es nicht, denn es ist extrem komplex, wie Du siehst!
Ich bin immer gerne bereit mit Dir über besonders komplexe Themen zu sprechen, vor allem wenn es um Soziopathie geht. Hier gebe ich seit Herbst 2014 immer wieder Hilfestellungen und erarbeite mit Befroffenen Strategien, um aus diesen unheilvollen Beziehungen ohne große Schäden zu entkommen. Rufe an!

Ulrich H. Rose am 31.05.2017

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Lebe einfach, so dass andere

Lebe einfach, so dass andere einfach leben können. Mahatma Gandhi

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Da es die Vernunft bei den Menschen nicht gibt

Da es die Vernunft bei den Menschen nicht gibt ... Da es die Vernunft bei den Menschen nicht gibt wäre es sinnvoll den Menschen "vernünftiges Verhalten" vorzuschreiben. Spruch von Ulrich H. Rose vom 12.07.2016

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