Der Sinn des NachdenKens und VordenKens – oder das Ziel des DenKens ist ....
(aus der Nr. 107) von Ulrich H. Rose vom 12.10.2008



Unsere hochkomplexe Welt ist vom einzelnen Menschen nicht mehr zu erfassen.

Ein einzelner Mensch kann nicht das gesamte Gedankengut alles Menschen in sich vereinen. Einzig im Internet ist das Gedankengut* der Menschheit in etwa zu finden – aber es ist nicht mehr von einem einzelnen Menschen in all seiner Komplexität zu erfassen. * Und bevorzugt im Web auch das "Gedankenschlecht" der Menschen.

Sollte es doch einzelne Menschen geben, die dieses umfassende Wissen größtenteils in sich vereinen, so ist anzuzweifeln, ob sie sich bei der Vielfalt der Daten noch orientieren und zwischen guten und schlechten Gedanken, zwischen Lüge und Wahrheit unterscheiden können.

Machte es dann Sinn einen Teil dieses umfassenden Wissens durch DenKen und vor allem durch Nachdenken zu erfassen und überblicken zu wollen? – und welchen Teil? – den eines Schreiners, der in nahezu idealer Art und Weise seinen Werkstoff Holz erfasst, ihn bearbeiten, verformen, ihn veredeln kann? Oder das Wissen eines EDV-Spezialisten, eines Bauern, eines Physikers, eines Busfahrers, eines Lehrers, eines Gärtners, u.s.w.?

Hinzu kommen z. Bsp. für einen Schreiner noch die Dinge, um sich in seinem Leben zurechtzufinden, um sich zu behaupten?
Einfluss nehmend sind hier: Die Familie, die Freunde, die Kunden, die Lieferanten, das Finanzamt, der Arzt, das Kreditinstitut, der Kreditberater, der Psychologe (bei Problemen), die Kirche, der Glaube, u.s.w. Hier sind immer Abgleiche zu machen zwischen den eigenen Interessen und den Interessen Anderer.

Liegt hier der Sinn des DenKens darin dies alles unter einen Hut zu bringen – im Abstimmen aller Prozesse miteinander zum Erreichen von individuellen, optimalen Ergebnissen?


Was ist ein optimales Ergebnis?

a. materiellen Erfolg zu haben?
b. zufrieden zu sein?
c. oder Beides: Materiellen Erfolg zu haben und zufrieden sein?

Hier könnte eher der Sinn des DenKens zu finden sein.


Es könnte vielleicht das Ziel des DenKens sein zufrieden zu sein.

Nur, wer ist in der Lage, sich im Kontext mit der Umwelt zu sehen und zu verstehen und daraus Feststellungen auf seine Zufriedenheit hin abzuleiten?
Wem ist es gelungen durch Nachdenken sich selbst zu verstehen? (Die 6 Möglichkeiten des DenKens)


Wer ist in der Lage sich in seinen Handlungen zu verstehen, warum man/frau so handelt?

-> weil man/frau vielleicht eine, ihm/ihr nicht mehr bewusste Prägung im Kindesalter erlitten hat?

-> weil man/frau allgemeinen, zum Teil dummen Meinungen aufgesessen ist, die man/frau als solche nicht erkannt hat, und deren Inhalt man/frau, ohne kritische Prüfung, übernommen hat?

-> weil man/frau triebhaft und rücksichtslos handelt ohne dies kontrollieren zu können?

-> weil man/frau Serotonin-Schüben erliegt und dadurch evtl. zu sorglos handelt?

-> weil man/frau Serotonin-Mängeln erliegt und dadurch evtl. zu vorsichtig handelt?

-> weil man/frau Dopamin-Schüben erliegt und sich dadurch evtl. überschätzt?

-> weil man/frau Dopamin-Mängeln erliegt und dadurch gar nicht handelt?

-> weil man/frau gerade müde ist und die Gehirnleistung dadurch geringer ist als sonst?

u.s.w., u.s.w.



Was bleibt übrig an Möglichkeiten, die ich denken kann um die anfänglich aufgestellte Frage, was ist der Sinn des DenKens beantworten zu können?

Jetzt kann man/frau schlussfolgern, dass auch das Erreichen der Zufriedenheit nur ein Aspekt des DenKens, aber nicht das Ziel sein kann – und bei den aufgeführten Einflussnahmen – habe ich nur richtig gedacht, weil richtig gehandelt, hätte ich anders gedacht, wenn ich anders gehandelt hätte, oder sind die Stoffwechsel-Prozesse im Gehirn maßgeblich daran beteiligt, dass ich mich zufrieden fühle, dass ich zufrieden bin?

Überlegen wir weiter:
Das Ziel des DenKens kann nur sein sich über das DenKen selber klar, besser bewusst zu sein.
Wenn ich weiß, was beim DenKen wichtig ist um hin zur Zufriedenheit zu kommen, dann kann ich auch über das Ziel oder den Sinn des DenKens nachdenken.


Was ist gut, wichtig und richtig für das DenKen?

Orientierungen, Orientierungen und immer wieder Orientierungen.

Was sind Orientierungen? = Eckpfeiler = menschliche Grundwerte im Gehirn.
Mittels der 10 menschlichen Grundwerte wird jede neue Information im Gehirn durchleuchtet und mit Bisherigem verglichen. Dadurch erfolgt eine wahrhaftigere Zuordnung der neuen Information.

- Wer wahrhaftig = ehrlich zuordnen kann, der bekommt Ordnung in sein Gehirn.
- Wer Ordnung in seinem Gehirn hat wird neue Information besser bewerten und zuordnen können.
- Wer besser bewerten kann wird für sein weiteres Leben Werte definieren.
- Wer Werte definiert wird sich neue Ziele setzen können um die definierten Werte zu festigen.

Wer die definierten Werte als richtig erkennt und sie mit seiner Umwelt vergleicht, der wird evtl. zu besseren Orientierungen in seinem DenKen kommen.


Wer versteht, dass sein DenKen wahrscheinlich richtig ist, der kann Folgendes mit Sicherheit verstehen:

Der Sinn des DenKens ist - hin zur Zufriedenheit, sich Eckpfeiler im Gehirn zu schaffen, die Orientierung ermöglichen.
Mittels des DenKens können den Eckpfeilern neue Informationen zugeordnet werden, die ein Stabilisieren der Eckpfeiler ergeben und ein Verstehen der neuen Informationen ermöglichen.

Der Sinn des DenKens ist es zu verstehen.

Der Sinn des DenKens ist zu verstehen, zu reifen, weise zu werden.
Wer weise ist kann sich der Manipulation entziehen.

Der Sinn des DenKens ist es sich nicht manipulieren zu lassen.

Wer sich nicht manipulieren lässt ist frei im Denken.


Der Sinn des DenKens ist es frei zu sein.

Wer im DenKen frei ist, der kann Glück empfinden.
Warum? Glück kann nur von Innen kommen. (siehe Verstehen eigener Handlungen, Serotonin, Dopamin)


Der Sinn des DenKens ist es glücklich sein.

Wer glücklich ist, der hat den Sinn des DenKens verstanden (auch ohne Nachdenken!), denn Glück ist nicht mehr zu steigern.
Dieses, im Glücksgefühl endende DenKen ist in seiner Qualität nicht mehr zu steigern.


Deshalb:

Der Sinn des DenKens ist es, im DenKen frei zu sein
(durch das DenKen frei zu werden)
mit der Folge Glück zu empfinden.

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