Kann man Kriege verhindern. Aus DIE ZEIT vom 24.07.2014:

Kann man Kriege verhindern?

So lautete die Überschrift der Wochenzeitschrift DIE ZEIT (diese Woche) vom 24 Juli 2014.

Und gleich darunter:
Es ist zum Verzweifeln: Israel bombardiert Gaza, über der Ukraine wird ein Flugzeug abgeschossen, und russische Nationalisten träumen vom dritten Weltkrieg.

Ohne weiterzulesen zeigte mir schon diese zweite Überschrift, dass

a. hier der absolut niedrigste und übelste Journalismus am Drücker (nicht am Zug) ist und
b. es dieser Zeitschrift DIE ZEIT unwürdig ist, so etwas zu veröffentlichen.

Wer macht solch eine Überschrift?
Wer ist sich klar, was diese Überschrift aussagt und bewirken soll?
Derjenige, der solch eine Überschrift erstellt, der sollte sofort nach Israel, nach Tel Aviv, und danach in den Gazastreifen deportiert werden.

Wer diese Überschrift nicht versteht, hier die Auflösung:
Hier wird sehr subtil dem Leser suggeriert, dass das bombardierende Israel mit einem (hinterhältigen) Flugzeugabschuss in der Ukraine und mit dem 3. Weltkrieg in Zusammenhang zu bringen ist.

Auch im Leitartikel links unten auf der Startseite wird in einem rechteckigen Kästchen „Kritik an Israel?“ dasselbe üble Spiel weitergespielt.

Und dann geht es schon los auf der Titelseite links mit Andrea Böhm, die ich – ganz vorweg – nach so einem Artikel in die Wüste schicken würde und ihr ein Jobverbot in Deutschland erteilt würde wegen Volksverhetzung.

In diesem Artikel „Stunde der Radikalen“ ist alles so offensichtlich wohlfeil und soll dem unbedachten Leser (leider sind dies die meisten Menschen) suggerieren, dass Israel der Böse in diesem Spiel ist, was nebenbei gesagt schon passiert ist. -> siehe dazu unter "Warum gibt es weltweit so viel Kriege?" = die Meinungsentwicklung der Deutschen zu dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas.

Auch im Zusammenhang mit Edward Snowden (lies dazu meinen „offenen Brief an Joachim Gauck“ Nr. 251) wird es mittlerweile für mich unerträglich, wie unsere Politikjournalisten uns Deutsche für minderbemittelt und dumm verkaufen. Das „wollen“ am Ende des vorangegangenen Satzes verkneife ich mir, da dies leider schon passiert ist.

Wo ist die Institution, wie z. Bsp. Helmut Schmidt, der dem Einhalt gebietet?

Wo sind die „führenden“ Deutschen, die da aufbegehren und dieser schon unerträglichen und scheinbar gesteuerten Volksverdummung „von Oben“ drastisch entgegentreten.

Ich bemerkte da bisher nichts. Es gibt scheinbar keine „führenden“ Deutschen mehr, die uns mit sicherer Hand führen und uns vor solchen, wohlfeilen Journalisten schützen. Dabei bitte ich mir nicht ein Wortspiel mit dem Wort „Führer“ unterstellen zu wollen. Das weise ich weit von mir!!!

Ein Beispiel von Andrea Böhm aus diesem Leitartikel zum Thema Volksverdummung:
„… Die neue Kriegsrunde hat ja nicht angefangen, weil Hamas plötzlich beschloss, aus allen Rohren auf Israel zu feuern. Sondern weil sich die Extremisten auf beiden Seiten durchgesetzt haben.“

Aber hallo liebe Andrea Böhm, was ist Dir eigentlich noch aus dem Geschichtsunterricht in Deinem Kopf?
Gab es da nicht mal Juden in Deutschland, die sich wehrlos, wie Schafe, zusammenpferchen ließen, um sie dann brutalst zu vernichten?
Ich verstehe den Staat Israel, ich verstehe jeden Juden, der sich so nie nie mehr verhalten will, wie ein Schaf abgeschlachtet zu werden.

Wer greift hier an? Wer verteidigt sich hier?
Es werden uns hier immer die gleichen Bilder geliefert, die uns stark beeinflussen sollen und die dann auch bewirken, dass wir dem Verteidiger Kriegsverbrechen (wie die Andrea Böhm) unterstellen.

Wie es dann häufig so üblich ist in der Politik, so wird die Frage der Überschrift „Kann man Kriege verhindern“ nicht beantwortet.
Es gibt keine wirkliche Antwort auf die Überschrift, auch nicht auf der Seite 5, wo die liebe Andrea Böhm mitwirkt. Am Ende wird dann die Europäische Friedenspolitik bemüht.
Nur: Diese Europäische Friedenspolitik wird von den Juden verlangen, Schaf zu spielen.

Wer die Regeln der Macht und wer die Verrückten kennt, der weiß, wie die Juden auch, dass ein Aggressor nur durch größere Macht gestoppt werden kann. Appelle nützen da ganz und gar nichts.

Dazu ein Spruch von Abu al-Hasan Ali ibn al-Husayn al-Mas'udi, arabischer Philosoph, Geograph und Historiker, * um 895 in Bagdad, †957 (Fustat):

Aus der Geschichte können wir lernen,
dass noch nie aus der Geschichte gelernt wurde
.
_______________________________________________


Meine Antwort zu der Frage "Kann man Kriege verhindern?":

Nein bei diesen, auf diesem Planeten lebenden Wesen, die sich Menschen nennen und die von sich behaupten menschlich und intelligent zu sein.

Davon sind wir, wie ich, wie Du, meilenweit entfernt.

-> siehe dazu auch meinen „Gegenentwurf zur Bienenfabel von Mandeville“ oder „Die Menschlichkeitsfabel“ von UHR. (Nr. 266)

-> sund iehe dazu meine Definition von Intelligenz

Das soll es erst mal sein.
Warum das? Ich befasse mich ungern mit solchem Schwachsinn, da ich meine Zeit für Besseres zu nutzen weiß.
Nur in diesem Falle war es zwingend notwendig.

Ulrich H. Rose vom 29.07.2014

Aus der Geschichte können wir lernen

Aus der Geschichte können wir lernen, dass noch nie aus der Geschichte gelernt wurde. Spruch von Abu al-Hasan Ali ibn al-Husayn al-Mas'udi.

Ergänzung am 07.10.2017: Heute stand in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG auf Seite 2 ein Interview von Tobias Matern mit der ICAN-Chefin Beatrice Fihn, die den Atommächten Heuchelei vorwirft zum Thema nuklearer Abrüstung.

Rechts nebenan, auf Seite 4 steht ein Bericht mit der Überschrift "So bauch ich Gewalt", der die gewalttätige Historie von Amerika beschreibt und das Massaker von Las Vegas mit 59 Toten damit erklären soll. Ohne näher auf diesen Beitrag von Hubert Wetzel eingehen zu wollen möchte ich mich nur auf die zweite Überschrift konzentrieren und sie in Bezug zu den Aussagen von Beatrice Fihnstellen.

Die zweite Überschrift lautet: "Nach Massakern wie in LasVegas sind die Reaktionen immer gleich. Es wird der Opfer gedacht - und über Waffen gestritten. Aber vielleicht sind diese gar nicht das Problem. Sondern die Amerikaner."


Jetzt füge ich zum Interview der Seite 2 "meine zweite Überschrift" hinzu:
"Nach Kriegen sind die Reaktionen immer gleich. Es wird der Opfer gedacht - und über Waffen, auch über den Besitz von Atomwaffen gestritten. Aber vielleicht sind diese gar nicht das Problem. Sondern die Menschen!"

Mein Kommentar zu den naiven Ausführungen von Beatrice Fihn (* 1982 in Göteborg) in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG am 07.10.2017 mit der Überschrift "Nicht nur ein naiver Traum": Sie ist mit ihren jetzt 35 Jahren zu jung, um genug Erfahrung gesammelt zu haben, was das häuptsächliche Problem für Konflikte und Kriege ist: Die Menschen.

Solange, wie sich nichts in den Köpfen der Menschen ändert - hin zu einem menschlichen Verhalten - , solange besteht auch kaum eine Chance das furchterregende Abschreckungspotential Atomraketen abzuschaffen, da es genügend Verrückte auf der Welt gibt, die wahrscheinlich nur davon abzuhalten sind den "roten Knopf" zu drücken, weil man ihnen evtl. klarmachen kann, dass das auch ihr eigenen Todeurteil sein kann. Furchtbar!

Konflikte und Kriege weltweit von 2006 bis 2015

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