Ulrich H. Rose vom 20.10.2010


Bitte beachte das Datum der Erstveröffentlichung, der 20.10.2010! Die Weltfinanzkrise erreichte im September 2008 ihren Höhepunkt. Die Überschrift hier bezieht sich auf die Zeit nach der Weltfinanzkrise. Heute - 2020 - haben wir keine Weltfinanzkrise mehr. Da die 99% (siehe weiter unten) nichts daraus gelernt haben kommt es mit Sicherheit zur nächsten Weltfinanzkrise, damit die reichsten 1% noch reicher werden!

Die Weltfinanzkrise ist sehr einfach zu lösen. Teil 1 = die Kurzversion

Ganz kurz und knapp die Lösung: Alle Schulden erlassen!

Auswirkungen auf die gesamte Menschheit:
Damit sind 99% der Menschen ihre finanziellen Probleme los.
Die restlichen 1% haben etwas weniger Geld, nur das macht diese Menschen nicht wirklich arm - die Armen aber entscheidend reicher.



Angenehme Nebenwirkung:
Die Nachrichten sind von dem schon erdrückenden Schwachsinn der hilflosen Politiker und Experten befreit.
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Und wie hat alles angefangen?
Irgendwann in grauer Vorzeit gab es einen Menschen, der ein Stück Land einzäunte und behauptete, dass dieses Stück Land ihm gehöre.
Er profitierte von der Einfältigkeit und Dummheit derjenigen, die ihm das glaubten. Dann gab es Nachahmer und die Erde wurde unter den Gierigen aufgeteilt. Diejenigen, die nichts abbekamen = hatten (die Einfältigen und die Dummen) liehen sich nun von den „Einzäunern“ das, was ihnen vorenthalten wurde.

Da wir Menschen nicht intelligent sind, meinen sehr Wenige sich Alles aneignen zu können, was die Erde so bietet. Nennen wir sie mal "1%".
Der Rest, nennen wir sie "99%" verstehen nicht, dass sie die Mehrheit sind und sich nicht von den "1%" alles wegzunehmen lassen brauchen.


Stelle Dir mal einen Außerirdischen vor, der diesen Planeten besucht und den Bau eines großen Gebäudes beobachtet. Was würde der über die Eigentumsverhältnisse zu diesem Gebäude denken? Er würde mit hoher Wahrscheinlichkeit denken, dass dieses Gebäude den Menschen gehört, die dieses Gebäude errichten. Er würde mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht darauf kommen, dass dieses Gebäude anderen Menschen gehört, die zu diesem Gebäude NICHTS* beigetragen haben.

NICHTS* ist in diesem Zusammenhang für den Außerirdischen mit "nichts" gleichzusetzen.
NICHTS* ist in diesem Zusammenhang für Dich, für den Leser mit "Geld" gleichzusetzen.

Ulrich H. Rose, erstmals angedacht am 20.10.2010

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Die Weltfinanzkrise ist sehr einfach zu lösen.
Teil 2
= die ausführliche Version.

Wenn man denKen, vor allem nachdenken kann, dann sind die nachfolgenden Ausführungen nicht unbedingt nötig zu lesen, um das Dilemma der Menschen um das „liebe Geld“ zu verstehen.

Der Hintergrund:
Wenn man die Menschen versteht und ihre Gier nach Macht und Geld, dann sind die aktuell herrschenden Strukturen nachvollziehbar. Zum Thema Macht siehe "Was ist einSoziopath?" (DI), den Aufruf Nr. 3 "Verbannt Soziopathen!" und "Das Machterhaltungsprinzip"

Einige, wenige Menschen maßen sich an, dass ihnen mehr gehört als anderen, manche meinen sogar, dass ihnen alles gehört.

Das ist falsch!


Die Ressourcen dieses Planten Erde gehören nicht einigen, wenigen Menschen.
Die Ressourcen dieses Planeten Erde gehören allen Menschen gleichermaßen.


Obwohl, dieser letzte Satz ist insoweit schon sehr anmaßend, da ich, als Mensch, den Rest, dies sind die anderen Lebensformen nicht berücksichtigt habe. Da aber niemand, außer den Menschen lesen kann, aus diesem Grunde spreche ich die am weitesten entwickelte Lebensform auf diesem Planeten, die Menschen an.

Wäre die, auf diesem Planeten am weitesten entwickelte Lebensform, der Mensch intelligent, es wären paradiesische Zustände auf der Erde ohne Finanz-Missstände etc.

Die Entwicklungen über die letzten Jahrhunderte zeigte immer, dass die Menschheit dazu neigt, über ihre Verhältnisse zu leben. Das „über ihre Verhältnisse leben“ äußerte sich immer im „Schulden machen“

Nun weiter und einfach gedacht:
Alles, was durch die Hände Arbeit oder durch gute Ideen der Menschen entsteht, ist in dem Moment, wo es verwirklicht ist, keinem einzelnen Menschen oder wenigen Menschen zuzuordnen.

Hier jetzt objektiv richtig zuzuordnen, dass z. Bsp. ein neu gebautes Haus nicht dem Maurer und den Handwerkern, sondern einem fetten, trägen, von mir aus auch einem jungen, agilen Finanzjongleur gehört, oder der Bank (auch wieder Finanzjongleuren), oder dem Architekten, oder dem Häuslebauer, das fällt einem neutralen, erdfremden Beobachter bestimmt äußerst schwer.

Den Menschen ist es scheinbar nicht gegeben – in dem Strudel der Abhängigkeiten, in dem sie sich befinden – zu erkennen, dass hier extrem ungerecht gedacht, agiert und verteilt wird.

Da kaum ein Mensch intelligent ist oder intelligentes Verhalten an den Tag legt, aus diesem Grunde ist es keinem mächtigen und reichen Menschen gegeben zu verstehen, dass Teilen/Verteilen angesagt ist und deshalb ist es auch keinem schwachen, armen Menschen gegeben, dies dann auch zu tun – seine Rechte am Planeten Erde einzufordern.

Wenn man die Historie der Finanzmärkte einigermaßen kennt, dann weiß man, dass früher die Banken den Mächtigen Geld geliehen hatten um noch mächtiger zu werden. Die Mächtigen selbstredend und die Banken im Schlepptau. Diese Mächtigen, das waren früher die Könige und Fürsten, führten Kriege um mittels der Kriegsbeute die geliehenen Gelder plus Zinsen und die Kosten für die Kriegsführung zurückzahlen zu können.
D.h., die Bürger zahlten die Zeche für die übermäßige Großsucht der Mächtigen.
Diese Mächtigen hatten schon mehr als genug, sollte man meinen – nein sie waren größenwahnsinnig und wollten immer mehr.

Wie sieht es heute aus:
Wenige Mächtige, die nicht mehr Könige, sondern Finanzmogule genannt werden, haben so viel Geld, dass sie den Politikern über die Banken ihre perversen Spiele (Hedge Fonds) aufzwingen. Die schwächsten in der Kette, die Bürger, das sind wir alle (99%) zahlen dann wieder die Zeche, wie bekannt.

Das Schlimme und Bedauerliche aus meiner Sicht: Die Bürger glauben den Politikern und Banken, dass sie – die Banken – gerettet werden müssen, sonst bricht alles zusammen.
Das ist eine perverse Lüge der Banken/Banker und Politiker.
Diese Lüge dient alleine dazu den Hintermännern der Banken und den Finanzmogulen noch mehr Geld zuzuspülen.

Warum gibt es die Finanzmärkte:
Damit sich die Reichen über die Maßen – auf Kosten der Armen – bereichern können.

Wer den Lügen der Banken und Politiker dennoch Glauben schenkt, der wird vielleicht im „kleinen Bankgeschäft“ verstehen, dass etwas falsch läuft für die Bürger: Jeder, der einen Kredit benötigt, der bekommt nicht unbedingt einen Kredit. Derjenige, der einen Kredit bekommt, und der schon viel Geld hat, der zahlt weniger Zinsen, als der, der wenig Geld hat. Das ganze Bankgeschäft, ob im Großen oder im Kleinen stinkt zum Himmel und bedient vorrangig die Reichen, damit diese noch reicher werden.

Es ist ähnlich, wie im Mittelalter, die Zeche zahlen die 99%, die Kleinen. Der einzige Unterschied: Früher mussten einige Mächtige ihr Leben aufs Spiel setzen und sie verloren es auch manchmal. Heute gibt es keine gerechte Strafe für die Mächtigen, denn sie sind kaum noch namentlich bekannt und greifbar, denn -
heute sind für mich die Finanzmogule auch nur vorgeschobene Marionetten. Wir alle, die 99% lassen uns von ganz wenigen perversen, machtgeilen, kranken Menschen in unserer Lebensqualität stark einschränken.
Diese stehlen uns auf gut ausgeklügelte Weise mithilfe der Banken und Politiker viel Geld, damit sie ihre kranken und größenwahnsinnigen Wünsche und Phantasien ausleben können.

Das Allerschlimmste aus meiner Sicht:
Die Mächtigen sind über die letzen 700 Jahre (seit der Finanzkrise in Florenz) keinen Deut besser geworden.
Der perverse und kranke Zwang zu immer mehr Geld und Macht ist ungebrochen. UHR 27.10.2011

Wer viel mehr Geld hat, als der Durchschnitt, der hat dieses Geld den anderen Menschen gestohlen – auf direkte oder indirekte Weise.
Ulrich H. Rose vom 27.10.2011
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Jetzt meine Lösung der Finanzkrise, die ich als Gerechtigkeitshürde Nr. 1 betiteln würde:

Alle Schulden werden erlassen – weltweit – jedem Einzelnen und auch den Staaten.

Die 1%, die dadurch einen Teil ihres riesigen Vermögens verlieren, auf die sollten wir 99% keine Rücksicht nehmen und auch kein Mitleid mit ihnen haben – da diese 1% dann immer noch viel zu viel Geld haben.

Angenehme Nebenwirkung:
Die Nachrichten sind von dem schon erdrückenden Schwachsinn der hilflosen Politiker und Experten befreit.
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Jetzt mit 60 Jahren und zurück blickend stelle ich fest:

Es geht den Menschen vorrangig ums Geld. Das Geld macht die wesentlichen Unterschiede zwischen den Menschen aus.

Zu viel, wie auch zu wenig Geld,
ist für den einzelnen Menschen nicht gut.


Ein Mensch alleine – ein armer Mensch – braucht nicht viel Geld, um einigermaßen gut leben zu können und um satt zu werden.
Dagegen haben einige, wenige reiche und superreiche Menschen so viel Geld angehäuft, das dieses Geld – verteilt auf Alle – ausreichen wurde, um die gesamte Menschheit gut ernähren und auch ausbilden zu können.

Nur ein Beispiel:
Wenn Jemand 5 Milliarden Euro angesammelt hat, so hat er dieses Geld meistens über viele Jahre angesammelt.
D.h., in dieser Zeit hat er viele Menschen zu seinen Gunsten benachteiligt.
Wenn dieser Jemand diese 5 Milliarden Euro den vielen Menschen wieder zurückgeben würde, da es ja ihr Geld ist,
dann könnten damit 5 Millionen Menschen einen Monat gut leben, oder 2.000 Menschen ein Jahr.
Das hört sich letztendlich nicht sehr viel an.
Nur bedenke: Wir haben einige Milliardäre und viele Millionäre. Wenn deren Geld besser verteilt wäre, ich bin sicher, es würde allen Menschen deutlich besser gehen – den Reichen, wie den Armen. Dazu später mehr.
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Nun zur Finanzkrise:

Diese Krise ist eine immer wiederkehrende Krise, seitdem es Geld gibt. Ohne das Geld gäbe es keine Finanzkrisen.
Damit will ich nicht darauf hinaus das Geld abzuschaffen und zum Tauschhandel zurückkehren.

Nur zur Erinnerung:
Die erste Finanzkrise, die es meines Wissens nach gab, war im 14. Jahrhundert und betraf die italienische Stadt Florenz. Der englische König Eduard III erklärte 1339 seine Zahlungsunfähigkeit, da seine Kriege in Frankreich nicht die erhoffte Kriegsbeute einbrachten und daraufhin gerieten die Geldgeber, die Bankhäuser Bardi und Peruzzi von Florenz in Schwierigkeiten und gingen schließlich mit anderen Banken bankrott.
Das Vertrauen in das Florentiner Bankwesen ging verloren und man (die Florentiner Banken) erholte sich davon nicht mehr in dem Maße, um zu alter Stärke zu gelangen.
Aus anderer Sicht betrachtet: Viele Bürger gaben ihr Geld den Florentiner Banken. Die Banken gaben dieses Geld an Mächtigere weiter. Diese wiederum konnten den Hals nicht voll kriegen, liehen sich dieses Geld und führten damit Krieg gegen ein anderes Land, um durch die erhoffte Kriegsbeute die Schulden zurückzahlen zu können.

Wer verlor dabei? Die überfallenen Franzosen und die Geldgeber der Florentiner Banken.

Kurz zu den Franzosen:
Diese stellten beispielsweise zwischen 1500 und 1800 gleich achtmal ihre Zahlungen ein. (Spanien zwischen 1500 und 1900 sogar 13-mal.)
Die französischen Könige ließen in dieser Zeit kurzerhand ihre Gläubiger hinrichten, eine originelle Art der „Umschuldung“
Für den Rest der Gläubiger waren dies „überzeugende“ Argumente dem französischen Staat die Schulden zu erlassen.

Wer gewann dabei? Niemand, wenn man mal von den Mächtigen absieht, die bei solchen Spielen kaum zu Schaden kamen.

Dies ist sehr einfach dargestellt und manch ein Historiker wird dieses und jenes ergänzen wollen, nur - dann wird es nicht verständlicher, sondern komplizierter.
Da ich die heutige Finanzkrise einfach erklären will, aus diesem Grunde wird es bei diesem Stil bleiben.

Wie sieht es heute aus:
Ich denke, ähnlich. Viele kleine Anleger wurden 2008 um ihr Geld gebracht, weil einige Mächtige den Hals nicht voll kriegten und kriegen.
Der große Unterschied ist der, dass die Mächtigen heute ihre Machspiele in einer Art und Weise führen, die nicht mehr durchschaut werden können.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt man, wenn man den, seit Monaten aufgescheuchten, politischen Hühnerhaufen betrachtet. Lösungen haben diese, unsere Politiker, nicht.

Was läuft heutzutage falsch?
Die sehr wenigen, mächtigen Finanzjongleure und auch die Ökonomen haben sich mittels direkter oder indirekter Manipulationen Freiräume geschaffen, die vom Rest und auch von den Politikern nicht mehr überblickt werden können.
Der Kardinalfehler, der in der Finanzpolitik gemacht wurde und wird ist der, dass der Wert des Geldes sich nicht mehr aus der Arbeit speist. Der Bezug dazu ist verloren gegangen. Heute wird Geld mit Geld verdient. Das ist ganz einfach gesagt total falsch. Das ist Betrug an der arbeitenden Bevölkerung! Das funktioniert nicht – kann nicht funktionieren. Das muss sofort untersagt werden, dass mit Geld Geld verdient wird.

Der Wert des Geldes muss sich wieder auf Leistung begründen.

Wie kann sich etwas zu einem Wert entwickeln?
Nur durch den Glauben daran und durch die Hände Arbeit und die Ideen dazu.

Wer jetzt denkt, da wurde etwas vergessen, der hat recht. Es gibt Werte, welche die Erde an sich hervorbringt.
Dies sind die Ressourcen unseres Planeten, die nicht einigen, wenigen Mächtigen zuzuordnen sind, sondern der gesamten Menschheit.
Etwas von den Ressourcen dieses Planeten zu besitzen darf nicht als Wert bezeichnet und letztendlich so verstanden werden.
Egal, ob jemand einen Klumpen Gold, oder einen großen Marmorblock vor sich hat, beides hat keinen Wert, da beides uns dieser Planet zu Verfügung stellt.

Einen Wert bekommt ein Klumpen Gold erst, wenn er von einem Menschen bearbeitet wird zu einem Schmuckstück.
Dieser Wert – ein Schmuckstück – ist durch den Geist eines Menschen und dessen Hände entstanden.

Nachfolgend eine DEGUSSA-Werbung vom Dez. 2013, die sehr gut hierzu passt: Die Inflation frisst kein Gold


Degussa und Inflation

Degussa - Infaltion und Gold


Einen Wert bekommt ein großer Marmorblock erst, wenn er von einem Menschen bearbeitet wird und zu einer Statue oder zu Bodenplatten wird. Dieser Wert – eine Statue oder die Bodenplatten – ist durch den Geist eines Menschen und dessen Hände entstanden.

Der Wert von Nahrungsmitteln ermisst sich durch die Arbeit, die darin steckt – Aussaat – Pflege – Ernte – Verteilung.

Jetzt gibt es noch den Wert von großen, geistigen Leistungen, die sich bisher so auswirkten, dass große Geldwerte in den Händen Weniger entstanden. Beispiele: Alfred Nobel oder Bill Gates. Ich erwähne diese beiden, weil sie als positive Beispiele zu sehen sind. Beide gaben/geben ihr Geld den Menschen überwiegend wieder zurück.

Dies nur zur Verdeutlichung, um Nachfolgendes zu verstehen:
Finanzjongleure / Banken sind die Mächtigen, sind die Könige, die uns ausbluten – und wir verstehen nicht, wie und was uns geschieht. An der Wall Street sind 2 Zahlen aufgetaucht, die ich für treffend und richtig finde und auch so übernehme: 1% sind die Mächtigen, 99% sind die Gegängelten, die Geknechteten. Mit der Bewegung „Occupy Wall Street“ (ab dem 17.09.2011)
Keine mächtigen Systeme in der Vergangenheit haben auf Dauer solche Schieflagen überstanden.

Einschub 3 Jahre später, am 25.09.2014: Von der Occupy-Bewegung ist nichts übrig geblieben - leider.
Dafür nimmt die Macht der Banken unaufhörlich zu. Ende Einschub

Weiter:
Warum kann diese Schieflage nicht beseitigt werden? Weil kaum jemand – bis auf die wenigen, mächtigen Finanzjongleure – das gängelnde System versteht und nutzt.
Über Mittelsmänner versorgen uns die Mächtigen, die Politiker und die Medien mit Lügen. (strategischen Antworten)
Da die Politiker und die Medien diese Lügen nicht verstehen, aus diesem Grunde werden Sie so hingenommen, da sie es selbst nicht besser wissen. Das Volk bekommt diese Lügen so jeden Tag seit gut 3 Jahren serviert. Das Volk spürt wohl, dass da was faul ist, nur keiner weiß wirklich, was da los ist.
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Mein Beweggrund diese Abhandlung zu schreiben ist zweigeteilt:

Einerseits will ich wieder Nachrichten ohne Finanz-Lügen und Finanz-Geschwafel haben, andererseits hat diese Tatsache mich dazu veranlasst, das Problem grundlegend zu durchdenken.

Mein Ziel:
Den Menschen begreiflich zu machen, dass es nicht angehen kann, dass nur max. 1% der Menschen – so wie früher im Mittelalter – den Rest von 99% beherrschen.

Jetzt zu den Lügen und der Lösung der aktuellen Finanzkrise und generell aller Finanzkrisen:

Die 2 größten Lügen der Banken:
- Alles bricht zusammen, wenn die Banken keine neuen Finanzspritzen bekommen,
- die Weltwirtschaft kommt dadurch zum Erliegen,
- u.s.w, u.s.w.

Die Folgen solcher Lügen:
Die Reichen wurden noch reicher und die Armen noch Ärmer!

War das der Sinn die Banken zu retten???? -> Gewiss nicht!!!

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Die Lösung:

- alle Schulden weltweit erlassen. Damit haben nur 1% der Menschen ein Problem – ein minimales, da sie immer noch genug Geld haben. 99% der Menschen sind von dem Moloch der Banken befreit.

- Banken nur noch für die Aufgaben vorsehen, für die sie ursprünglich gedacht waren: Nur noch mit Geldanlagen aus Werten, dies ist Arbeit, zu arbeiten, um Ungleichheiten und Engpässe in Einzelfällen auszugleichen.

- die vielen, bisher uns im Nacken sitzenden Bankangestellten in eine geregelte Arbeit überführen, wo sie Nützliches, dies sind Werte, schaffen können.

- den Menschen begreiflich machen, dass es einen gemeinsamen Besitz – diese Erde gibt, die uns, dies sind mittlerweile 7 Milliarden Menschen ernährt, ernähren muss.

- nur, wer fleißig ist, wer arbeitet, der kann sich Vorteile verschaffen. Diese Vorteile dürfen maximal das 7-fache eines faulen Menschen ausmachen. D.h., dass ein fleißiger Mensch nicht das 7-fache essen darf, er darf sein verdientes Geld nutzen, um max. 7x mehr zu besitzen, als ein fauler Mensch.
D.h., wenn von arbeitsfähigen 100 Menschen 80 arbeiten und 20 faul sein wollen, dann haben diese 80 einen vergleichbaren Lebensstandard, die faulen Menschen haben 7x weniger, aber immer noch mehr (als wie jetzt ein Durchschnittsbürger), um ein menschenwürdiges Leben zu führen. Nebenbei erledigt sich das Bildungsproblem für unsere Kinder von selbst, da für jedes Kind genug da ist.

Zu der Zahl sieben: Diese ist als variabel anzusehen und sie hängt davon ab, wie viele faule Menschen es gibt und ob diese faulen Menschen genug zu Essen bekommen.

Zukünftig gibt es keinen Unterschied mehr zwischen einem Klärwärter* und einem Bankchef, wie Herrn Ackermann.
Jeder verdient, wenn er Werte schafft, gutes und ausreichend und vor allem echtes = beständiges Geld.

*
Übrigenz ein guten Vergleich zu einem Bankchef: Der Bankchef macht aus Geld, welches aus Geld generiert wurde, also schmutzigem Geld, sauberes Geld, welches in den Geldkreislauf eingepumpt wird. Der Klärwärter macht aus menschlichem Schmutz wieder etwas, was der Umwelt zugeführt werden kann.
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Die Umsetzung

- kann nur geschehen, wenn sich die 99% einig sind
Von diesen 99% wären vielleicht 4/5 damit einverstanden, dass sie keine Schulden mehr haben und aus den
Abhängigkeiten zu den Banken wegkämen.
Die restlichen 1/5 sind diejenigen, denen es jetzt so leidlich gut geht, und die etwas Geld ihr Eigen nennen.
Nur diesen 1/5 sei gesagt, dass es ihre Zukunft ist entweder mal zu den 1% zu gehören oder, was wahrscheinlicher ist, zu den 4/5 zu gehören.
Diese 1/5 könnten evtl. verstehen, dass es besser ist sich auch auf die Seite der 99% zu schlagen, da dann das zukünftige Leben sehr viel harmonischer und friedlicher verlaufen würde.
Achtung und als Hinweis für die 4/5:
Diese 1/5 sind schon mal der Macht des Geldes unterlegen und diese 1/5 sind die idealen Hebel für die Mächtigen dieser Erde. Die Mächtigen werden diese 1/5 zu erpressen und zu bestechen versuchen. Und das wird oft gelingen!!! Diese Info ist aber auch als Botschaft an die 1/5 zu verstehen, die sich in bevorzugten Positionen befinden. Seid Euch da nicht so sicher, ob ihr Euch da auf einem sicheren Terrain bewegt, den die 4/5 mit ihren Möglichkeiten im Web (dies ist der nächste Punkt) werden Zusehens stärker.

- kann nur über das Web geschehen, da es aktuell viele Staaten gibt, die totalitär oder von Banden oder von korrupten Politikern oder auch von den Finanzjongleuren beherrscht werden. Diese Staaten lassen ihre Bürger nicht frei entfalten und drohen mit drakonischen Strafen. Da werden die meisten der 99% diesem Druck und den Drohungen erliegen.

- kann nur erfolgen, wenn es eine neue Weltordnung gibt, die auf gegenseitiger Rücksichtnahme gründet und die es keinem Menschen erlaubt so mächtig zu werden, um Kriege anzuzetteln und um andere Menschen zu benachteiligen.

- funktioniert nur, wenn sich die 99% klar sind, dass dieser Weg der Richtige ist.


- funktioniert nur, wenn die Menschen verstehen, dass auch der Glaube in ähnliche Abhängigkeiten führt. Der Glaube der Gläubigen an das Geld oder Götter muss gegen Null gehen, damit eine friedliche Welt entstehen kann. Hinweis dazu: Das Geld gibt es, Gott oder Götter gibt es nicht. Gott oder Götter sind die Hinterlassenschaft unsere Vorfahren, die sich anfangs ihre primitive Gedankenwelt nur mit Göttern vorstellen konnten. Heute dagegen können wir uns unsere aufoktroyierte Gedankenwelt fast nur noch mit Geld vorstellen.

Heutzutage gelten für die Gläubigen die gleichen Prinzipien, wie in der Finanzwelt: 1% manipulieren und 99% sind die Manipulierten. Noch ein Hinweis: Die 1%, dies sind die Kirchenfürsten, die glauben mit Sicherheit nicht an Gott oder irgendwelche Götter, die treiben nur ihre Machtspiele – mehr nicht!!!
Alleine die Studie der Herrschaft der Päbste über die letzten 2 Jahrtausende zeigt dies eindeutig. Auch hier sind gleichlaufende Entwicklungen, wie bei den Finanzmärkten zu sehen mit dem Ergebnis, dass die Mächtigen im Glauben kaum noch für ihr volksverdummendes und volkseinschüchterndes Tun bezahlen müssen.
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Zusammenfassung:
Die Fülle der Bedingungen für die Umsetzung zeigt auf, dass es nicht leicht werden wird.
Das bedeutet aber nicht, dass der Grundgedanke zu verwerfen wäre.
Denn, wie soll etwas zum Besseren verändert werden, wenn wir es nicht beginnen.

Deshalb:
Verbreitet diese Nachricht in alle Welt mittels aller Möglichkeiten, die Ihr habt.
Dreht die Kraft der Macht um – zu unseren Gunsten, der Mehrheit, der 99%!

Wir, die 99%, haben die Kraft und die Macht diesen 1% das Fürchten zu lernen.
Was interessieren uns diese machtgeilen 1%, die uns bisher im Griff hatten und uns die Möglichkeiten nahmen uns und unseren Kindern eine positive Zukunft zu bereiten.


Ulrich H. Rose
begonnen am 20.10.2010 und am 13.01.2011, nachts von 1°° - 2°° noch mal in minimalen Details optimiert und danach veröffentlicht.
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Nachbetrachtung:

Einerseits bezeichnet sich die menschliche Rasse als intelligent, andererseits ist kaum intelligentes Verhalten bei den Menschen festzustellen, da die Zweiklassigkeit immer extremer wird, es gibt immer mehr Superreiche und immer mehr Arme.

Ein bekannter und bedeutender Mensch hatte schon vor ca. 100 Jahren etwas verklausuliert angedeutet, dass etwas mit unserem Geld nicht stimmt, es war Henry Ford, der sagte:

Würden die Menschen das Geldsystem verstehen,
hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.
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Würden die Menschen das Geld

Würden die Menschen das Geldsystem ... Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh. Henry Ford

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Der Einfluss der sehr gescheiten Menschen ist ...

Der Einfluss der sehr gescheiten Menschen ist ... Der Einfluss der sehr gescheiten Menschen ist extrem stark. Diese Minderheit vereinnahmt durch ihre Gescheitheit gut 90% des Geldes und verfügt nahezu über 100% der Macht. Deren Verhalten ist geprägt durch Machtgier und Raffgier. Sie sind noch weit entfernt von intelligentem Verhalten. Gescheitheit und Intelligenz gehen nicht denselben Weg. Spruch von Ulrich H. Rose vom 08.09.2012

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Wer viel mehr Geld hat, als der Durchschnitt, ...

Wer viel mehr Geld hat, als der Durchschnitt, ... Wer viel mehr Geld hat, als der Durchschnitt, der hat dieses Geld den anderen Menschen gestohlen, auf direkte oder indirekte Weise. Spruch von Ulrich H. Rose vom 27.10.2011

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Zu viel, wie auch zu wenig Geld, ist für ...

Zu viel, wie auch zu wenig Geld, ist ... Zu viel, wie auch zu wenig Geld, ist für den einzelnen Menschen nicht gut. Spruch vom 27.10.2011 von Ulrich H. Rose

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Geld unser auf Erden, geheiligt ist dein Name ...

Geld unser auf Erden, geheiligt ist dein Name ... Geld unser auf Erden, geheiligt ist dein Name, dein Reich ist überall, du machst dir alle willens, hier und auf der ganzen Welt. Unser Geld, sei täglich bei uns, vergib uns unsere Gier, wie auch wir vergeben den Gierigen. Du führst uns ja immer in Versuchung und treibst uns in das Böse, denn dein ist das Reich und die Kraft in Ewigkeit. So sollte es zwar nicht sein, aber so ist es. Leider! Gebet von Eva-Maria Woblistin


Zu Geld unser ... siehe die Nr. 283 "Diese Menschen habe ich schätzen gelernt"
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Der Glaube der Gläubigen an das Geld oder Götter .

Der Glaube der Gläubigen an das Geld oder Götter . .. Der Glaube der Gläubigen an das Geld oder Götter muss gegen Null gehen, damit eine friedliche Welt entstehen kann. Hinweis dazu: Das Geld gibt es, Gott oder Götter gibt es nicht. Gott oder Götter sind die Hinterlassenschaft unsere Vorfahren, die sich anfangs ihre primitive Gedankenwelt nur mit Göttern vorstellen konnten. Heute dagegen können wir uns unsere aufoktroyierte Gedankenwelt fast nur noch mit Geld vorstellen. Spruch von Ulrich H. Rose vom 20.10.2010

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Die Weltfinanzkrise ist sehr einfach zu lösen. ..

Die Weltfinanzkrise ist sehr einfach zu lösen. .. Die Weltfinanzkrise ist sehr einfach zu lösen. Alle Schulden erlassen! Spruch von Ulrich H. Rose vom 20.10.2010

Nachtrag gut 9 Jahre später, am 04.01.2020: Im Oktober 2010 schrieb ich, dass die Weltfinanzkrise sehr einfach zu lösen wäre, wenn man alle Schulden erlassen würde. Das hatte ich damals in meiner Naivität so dahingeschrieben.
Gestern gab es in DIE ZEIT einen Artikel von Mark Schieritz. Lies ihn mal ganz durch! Scheinbar ist mein Gedanke vom 20.10.2010 "Die Weltfinanzkrise ist sehr einfach zu lösen. Alle Schulden erlassen!" richtig. Wenn dem so ist, warum wird da nichts in dieser Richtung unternommen zum Wohle sehr vieler Menschen und zum "geringen Schaden" von sehr wenigen extrem reichen Menschen? Ende Nachtrag

Geld her!

Eigentlich ist es nur Papier mit ein paar Zahlen und Zeichen darauf. Aber was ein Mongolenherrscher vor 750 Jahren erfand, hat die Welt verändert. Heute könnte es helfen, die Probleme der Menschheit zu lösen, sagt MARK SCHIERITZ – man müsste nur mehr davon drucken.

Geld ist Müll. Baumwollmüll.
Nach der Ernte werden die Fasern der Baumwollfrucht der Größe nach sortiert. Aus den längeren entstehen Hemden, Hosen, Jacken, Socken und Bettwäsche. Die kürzeren sind dafür nicht stabil genug. Sie werden zu Watte oder Wischtüchern verarbeitet oder gleich entsorgt.

Alfred Kraxenberger macht daraus Geld.
Kraxenberger ist Geschäftsführer der Papierfabrik Louisenthal in Gmund, einem malerischen Örtchen am Tegernsee. Für die meisten Menschen ist Geld die Voraussetzung für ein Leben ohne Sorgen und Nöte. Für Kraxenberger ist es eine Ware, die er produziert und verkauft. Wie ein Gartenschlauch. Ein Schraubenzieher. Oder ein kompliziertes elektronisches Bauteil. Kraxenberger, 53 Jahre alt, ist Naturwissenschaftler, er hat Physik studiert. Er sagt: »Wir sind hier ein Hightech-Betrieb.«

In Kraxenbergers Fabrik werden die Baumwollfasern gewaschen und gebleicht, mit Leim vermischt und in großen Bottichen zu einer breiigen Masse verrührt. Eine Maschine presst die Masse durch ein Sieb, walzt sie auseinander und zerschneidet den geplätteten und gehärteten Brei in 80 Zentimeter lange und 70 Zentimeter breite Bögen, aus denen später die Banknoten ausgestanzt werden.

Es gibt wenig, was man sich mit Geld nicht beschaffen kann. Dabei ist Bargeld zu drucken ziemlich billig
Von außen gleicht die Fabrik einem Hochsicherheitstrakt: Es gibt Zäune, Überwachungskameras, Bewegungsmelder. Sie schützen die Labors, in denen Spezialisten die Sicherheitsmerkmale entwickeln, die verhindern sollen, dass die Banknoten gefälscht werden. Das Papier für den 100-Euro-Schein zum Beispiel haben sie so bearbeitet, dass sich die smaragdgrüne Schrift, die den Geldwert anzeigt, tiefblau verfärbt, wenn man den Schein kippt. Hält man ihn gegen das Licht, wird die Oberfläche durchsichtig.

Pro Jahr produziert die Fabrik 20.000 Tonnen Baumwollpapier. Das reicht für 20 Milliarden Banknoten. Aus dem Müll wird Geld, mit dem man beim Bäcker in Gmund eine Breze kaufen kann, die kostet 70 Cent. Im Autohaus ein paar Meter weiter ist ein Neuwagen für 20.000 Euro zu haben.

Mit Geld kann man Windkraftanlagen aufstellen oder Atomkraftwerke errichten. Man kann Schulen bauen, Eisenbahnschienen verlegen oder Panzer kaufen. Mit Geld hat man Aussichten, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden, der Wahlkampf kostet etwa eine Milliarde Dollar. Man kann sich damit auch einen schönen Abend machen – oder das, was manche Leute dafür halten. Der österreichische Bauunternehmer Richard Lugner hat angeblich 150.000 Dollar bezahlt, damit Paris Hilton ihn beim Wiener Opernball begleitet. In der Karibik wird eine Insel für 4,5 Millionen Dollar zum Kauf angeboten, mit zwei Villen, einem Sandstrand und einem Mangrovenwäldchen. Die Amerikaner haben Russland im Jahr 1867 für 7,2 Millionen Dollar Alaska abgekauft. Das Original des eigens dafür angefertigten Schecks wird heute im Nationalarchiv in Washington aufbewahrt.

Es gibt wenig, was man sich mit Geld nicht beschaffen kann.
Dabei kosten Euro-Scheine in der Herstellung durchschnittlich gerade mal acht Cent. 100 Euro Bargeld zu drucken ist also ziemlich billig. Zum Vergleich: Bei der Herstellung von Milch im Wert von 100 Euro fallen Kosten in Höhe von 80 Euro an. Für das Tierfutter, die Melkanlagen, die Reinigung der rohen Milch, die Verpackungsmaterialien und den Transport in den Supermarkt. Im Fall von Kaffee oder Bier ist das Verhältnis ähnlich ungünstig.

Wenn die Regierungen so wenig Geld zur Verfügung haben, warum bestellen sie nicht einfach mehr davon?
Es beschwert sich aber kein Politiker darüber, dass es zu wenig Bier im Land gebe. Niemand sagt, der Kaffee sei knapp. Auch von einem Mangel an Milch ist nicht die Rede.

Was man in der Politik dagegen fast täglich hört, ist: Kein Geld da! Kein Geld für die Rente, kein Geld für den Klimaschutz, kein Geld für die Glasfasernetze, kein Geld für neue Schulen und zusätzliche Lehrer.

»Die fetten Jahre sind vorbei«, sagt der deutsche Finanzminister Olaf Scholz.

»Wir müssen die öffentlichen Ausgaben zurückfahren«, sagt der französische Finanzminister Bruno Le Maire.

»Wir können uns nicht alles leisten«, sagt der britische Finanzminister Sajid Javid.

Wie kann das sein? Wenn die Regierungen so wenig Geld zur Verfügung haben, warum bestellen sie nicht einfach mehr davon? Wieso lassen sie Alfred Kraxenberger statt 20.000 Tonnen Geld im Jahr nicht 200.000 Tonnen produzieren oder gleich zwei Millionen? Es würde nicht viel kosten, und dann wäre genug Geld für alles da.

Zugegeben, das hört sich zunächst nach einer verrückten Idee an. Eine Regierung, die nach Belieben Geld drucken lässt, das klingt nach Chaos, Hyperinflation, Staatspleite. Bei näherer Betrachtung aber zeigt sich: Die Idee ist gar nicht so verrückt. Im Gegenteil, wenn man sich die Geschichte des modernen Geldes genauer ansieht, ist sie nur folgerichtig.

Diese Geschichte beginnt in China, und zwar vor 750 Jahren. In Asien herrschen damals die Mongolen. Im Jahr 1271 ernennt sich Kublai Khan, der Enkel Dschingis Khans, zum Kaiser von China. Um seinen Anspruch zu untermauern, verlegt er die Hauptstadt seines Reiches von Karakorum in der Mongolei nach Cambaluc, dem heutigen Peking. Er lässt einen quadratischen Erdwall mit einer Seitenlänge von etwa anderthalb Kilometern aufschütten und dahinter einen Palast mit Gärten und einem See errichten.

Kublai Khan hat seine Jugend in der Steppe verbracht, wo er reiten und kämpfen lernte. Er hat sich aber auch von chinesischen Gelehrten in den modernen Wissenschaften unterweisen lassen. Als er die Macht übernimmt, steht er neuen Ideen und fremden Kulturen aufgeschlossen gegenüber. Er stärkt die Rechte der Handwerker und Bauern und öffnet die Grenzen seines Reiches für den Handel.

Vor allem aber entdeckt er die Kraft des Geldes.

Kublai Khan lässt Maulbeerbäume fällen und die Rinde nach Cambaluc bringen. Dort wird sie eingeweicht, zu schwarzen Bögen gepresst und schließlich in Stücke verschiedener Größe zerschnitten. Kaiserliche Beamte schreiben ihre Namen darauf, am Ende presst der Münzmeister sein rotes Siegel auf jedes Stück. Damit ist die Rinde überall im Land als Zahlungsmittel gültig. Man kann damit einen Sack Reis kaufen, ein halbes Schwein und sogar Edelsteine.

Als Marco Polo damals in Europa von seinen Erlebnissen im fernen Osten berichtet, lacht man ihn aus

Die Werkstätten in Cambaluc waren die Vorläufer der Papierfabrik von Alfred Kraxenberger. Hier entstanden die ersten Geldscheine der Welt. Man weiß das heute so genau, weil der Herrscher der Mongolen einen prominenten Besucher hatte: den venezianischen Seefahrer Marco Polo, der über seine Abenteuer in China ein Buch geschrieben hat.

Als Marco Polo damals in Europa von seinen Erlebnissen im fernen Osten berichtet, lacht man ihn aus. Einen Sack Reis, ein halbes Schwein oder sogar Edelsteine gegen ein Stück Rinde eintauschen? Was für ein Unsinn! Rinde ist doch nichts wert!

Die Jäger und Sammler der Steinzeit kannten kein Geld. Wenn sie etwas nicht selbst beschaffen konnten, tauschten sie es gegen das, was sie besaßen. Ein Stück Fleisch gegen eine nahrhafte Wurzel, einen Speer gegen einen Feuerstein. Diese Art der frühgeschichtlichen Transaktion aber wurde schwierig, als die Menschen sesshaft wurden und die Zahl der tauschbaren Güter stieg.

Angenommen, ein Schuhmacher in einem antiken Stadtstaat benötigt eine Tonschale. Er geht zum Töpfer und bietet ihm ein neues Paar Schuhe. Der Töpfer aber braucht gerade keine Schuhe, sondern eine Holzbank. Also geht der Schuhmacher zum Schreiner. Auch der will aber keine Schuhe, sondern ein Suppenhuhn. Der Schuhmacher muss also einen Bauern finden, der ein Huhn gegen Schuhe tauscht, damit der Schreiner sein Huhn bekommt, der Töpfer seine Holzbank und der Schuhmacher selbst schließlich seine Tonschale. Ziemlich kompliziert.

Die Erfindung des Münzgeldes – lange vor Kublai Khan – erlaubte es dem Schuhmacher, gewissermaßen eine Abkürzung zu nehmen. Er musste nicht erst zum Bauern und zum Schreiner. Er konnte dem Töpfer die Schale direkt abkaufen, indem er ihm ein Stück Edelmetall gab.

Das Besondere an der Erfindung Kublai Khans: Er hat etwas Wertloses für wertvoll erklärt und damit eine neue Epoche in der Geschichte der Menschheit eingeleitet

Die ältesten bekannten Münzen stammen aus Lydien, einem Königreich im Westen der heutigen Türkei. Sie wurden 700 Jahre vor Christus geprägt, bestanden aus Gold und Silber und zeigten einen Löwenkopf. Andere Völker verwandten andere Dinge als Zahlungsmittel: Felle, Gerste, Salz. Fast immer waren es Dinge, die in der jeweiligen Gesellschaft hochbegehrt waren. Ein Fell spendet Wärme, Gerste stillt den Hunger, Salz gibt Geschmack. Es waren Materialien, die für sich genommen einen Wert hatten.

Es war keine Rinde. Es war kein Baumwollmüll. Genau darin liegt das Besondere an der Erfindung Kublai Khans: Er hat etwas Wertloses für wertvoll erklärt und damit eine neue Epoche in der Geschichte der Menschheit eingeleitet.

Marco Polo schreibt in seinen Aufzeichnungen, der Mongolenherrscher habe sich das »Geheimnis der Alchemisten« angeeignet. Die Alchemisten des Mittelalters glaubten, dass in einem beliebigen Metall alle anderen Metalle enthalten sind und zum Vorschein gebracht werden können. Behandle man ein unedles Metall, zum Beispiel Blei, mit dem sogenannten Stein der Weisen, werde es sich in Gold verwandeln. Dieser Stein, so glaubte man, lasse sich aus einer mystischen Vereinigung der vier Elemente gewinnen. Die Alchemisten wollten durch eine Umformung der vorhandenen Materie Reichtum erzeugen.

Genau das, so Marco Polos Beobachtung, passierte, als Kublai Khan sein neues Geld unters Volk brachte: Aus Rinde wurde Reichtum.

Die Alchemie des Geldes: Weltloses Papier verwandelt sich in wertvolle Dinge

Auch dieser Mechanismus lässt sich am Beispiel des Schuhmachers veranschaulichen. Nehmen wir an, die Stadt, in der er wohnt, wächst, jeden Monat siedeln sich 20 Menschen an, und alle wollen sie Schuhe haben. Der Schuhmacher aber kann in seiner Werkstatt pro Monat nur zehn Paar Schuhe herstellen. Um die steigende Nachfrage zu decken, müsste er mehr Leder einkaufen, seine Werkstatt vergrößern und einen Mitarbeiter beschäftigen.

In der Welt des alten Geldes müsste der Schuhmacher, um das alles bezahlen zu können, erst einmal ausreichend Goldmünzen ansammeln. Oder er müsste jemanden finden, der genug Gold besitzt und bereit ist, ihm etwas davon zu leihen.

Aber was, wenn es in der Stadt einfach nicht genug Gold gibt?

Denn das ist eine weitere wesentliche Eigenschaft des alten Geldes: Es lässt sich nicht beliebig vermehren. Das Gold muss ja erst mühsam aus der Erde geholt, die Gerste muss angebaut, das Salz aus dem Meer gewonnen und das Fell des Bären erjagt werden.

Wenn es in der Stadt ausreichend Gold gibt, dann sorgt es dafür, dass der Schuhmacher bessere Geschäfte macht und der Gerber, der ihm das Leder verkauft, auch. Es bewirkt, dass die Menschen Schuhe bekommen.

Gibt es aber zu wenig Gold, müssen sie barfuß laufen.

So wie der Stadt in diesem Beispiel ist es in der Wirtschaftsgeschichte vielen Ländern ergangen. Immer wieder gab es Phasen, in denen die Abhängigkeit von Edelmetallen ganze Landstriche ruinierte. Am deutlichsten wurde dies im 15. Jahrhundert, als auf einmal überall in Europa Gold und Silber knapp waren. Wie das genau geschah, ist bis heute nicht geklärt. Die Vermutung mancher Historiker: Zu Wohlstand gekommene Kaufleute in den wachsenden Städten häuften derart viel Schmuck und Geschmeide an, dass nicht mehr genug Gold und Silber übrig waren, um daraus Münzen zu prägen.

Beim alten Geld, das noch aus Gold war, bestand immer die Gefahr der Knappheit

Sicher ist nur, dass die Edelmetallkrise vor allem im Norden des Kontinents schwere Schäden anrichtete. Es kam – wie der Mittelalter-Historiker Roman Czaja es formuliert – zu einer »Phase lang anhaltender wirtschaftlicher Depression«. Kaufleute wurden ihre Waren nicht mehr los, Handwerker verarmten, Häuser verfielen. »Dat wolk es arm unde wel nicht kopen«, wurde dem in Brügge ansässigen Händler Hildebrand Veckinchusen im Jahr 1417 von einem Mitarbeiter aus Danzig berichtet. In einigen Gegenden Englands fingen die Menschen sogar wieder an, Tauschhandel zu treiben, weil sie keine Münzen hatten.

Erst Jahrzehnte später, als die Spanier Südamerika eroberten und von dort Gold nach Europa brachten, ging es wirtschaftlich wieder aufwärts.
Beim alten Geld, das noch aus Gold war, bestand also tatsächlich immer die Gefahr der Knappheit.

Bis sich das neue Geld, jenes aus Papier, in Europa durchsetzte, dauerte es nach dem Tod Kublai Khans im Jahr 1294 noch fast vier Jahrhunderte. Genauer gesagt: bis zum 24. September 1688.

An diesem Tag überquert die Armee des französischen Königs Ludwig XIV. bei Straßburg den Rhein. Ludwig, wegen seiner Eroberungszüge in ganz Europa gefürchtet, besetzt Mannheim, Mainz und Heidelberg, zerstört Speyer und Worms. Dann aber nimmt die Sache eine unerwartete Wendung. In London erfährt der englische König Wilhelm III. vom Krieg auf dem Festland. Er beschließt, einzugreifen, damit sein französischer Rivale nicht zu mächtig wird. Fast neun Jahre wird an verschiedenen Schauplätzen gekämpft. Der Krieg ist eine kostspielige Angelegenheit, die englische Staatskasse leert sich.

Da kommt ein schottischer Kaufmann mit dem Namen William Paterson auf folgende Idee: Warum nicht eine Bank gründen, die bei Privatleuten Gold einsammelt und dafür Banknoten in Umlauf bringt? Mit diesen Banknoten kann dann auch der Staat seine Rechnungen bezahlen.

Paterson ist ein bunter Vogel. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, hat er sich erst auf den Bahamas herumgetrieben und es später in Holland zu großem Reichtum gebracht.

1694 wird er zum Aufsichtsrat der neu gegründeten Bank von England ernannt.

Im Vergleich zum Zeitalter der Münzen ändert sich anfangs gar nicht viel. Das Papiergeld ist noch vollständig durch Edelmetall gedeckt. Die Bank von England gibt also nur dann eine neue 100-Pfund-Note aus, wenn gleichzeitig der Bestand an Gold in ihren Tresoren entsprechend wächst. Das Geld ist zwar jetzt aus Papier, aber in Wahrheit ist die Gefahr der Knappheit noch nicht beseitigt.

Das ändert sich erst, als William Paterson bemerkt, dass sich die Leute kaum dafür interessieren, über wie viel Edelmetall die Bank von England tatsächlich verfügt. Sie prüfen es nicht nach. Sie halten das Papiergeld an sich für wertvoll. Also beginnt die Bank damit, Geld in Umlauf zu bringen, das sie eigentlich gar nicht besitzt. Im März 1696 beläuft sich der Wert der im englischen Königreich zirkulierenden Banknoten auf 2,767 Millionen Pfund, der Wert der Edelmetallvorräte in den Tresoren der Bank von England aber nur auf 258.000 Pfund. Die Geldmenge hat sich verzehnfacht.

Paterson ist klar: Die Sache kann schiefgehen. Wenn alle Inhaber der Banknoten auf die Idee kämen, diese wieder in Gold einzutauschen, dann bräche die Bank von England zusammen. Sie hat ja nicht genug Gold.

Die industrielle Revolution wäre höchstwahrscheinlich ausgeblieben, wäre ihr nicht die finanzielle Revolution vorausgegangen
Die Bank von England ist aber nicht zusammengebrochen. Es gibt sie noch heute. Was folgenden Gedanken nahelegt: Wenn sich aus 258.000 Pfund so einfach 2,767 Millionen Pfund machen lassen, warum dann nicht gleich 2,767 Milliarden Pfund? Oder 2,767 Billionen? Und warum das Gold nicht gleich ganz weglassen?

Ja, warum eigentlich nicht?

Im Laufe der Jahrhunderte sind überall auf der Welt Notenbanken nach dem Vorbild der Bank von England entstanden. Heute sind die Banknoten überhaupt nicht mehr durch Gold oder Silber gedeckt. Wenn zum Beispiel ein Schuhhersteller einen Kredit von einer Million Euro benötigt, um eine neue Fabrik zu bauen, überweist ihm die Bank einfach diesen Betrag. Mit diesem Geld kann der Schuhhersteller die Bauarbeiter bezahlen, das Rohmaterial, er kann Maschinen anschaffen und Mitarbeiter einstellen. Am Ende ist aus dem für sich genommen wertlosen Geld etwas Wertvolles entstanden, in diesem Fall eine Schuhfabrik.

Es gibt zahllose Bücher, die ausführlich beschreiben, wie es der Menschheit gelang, sich aus der dunklen Welt des Mittelalters zu befreien und in die Moderne einzutreten. Meist ist in diesen Büchern viel von technischen Erfindungen die Rede. Von der Dampfmaschine, der Glühbirne, der Eisenbahn, dem Telefon, kurz: der industriellen Revolution, die das Schicksal der Menschheit nachhaltig veränderte.

Und es stimmt ja: Damals war es so, als habe ein Außerirdischer den Menschen gezeigt, was in ihnen steckt. Auf einmal hatten sie Medikamente, fließendes Wasser, später dann Autos, Flugzeuge, Computer.

Allerdings wäre die industrielle Revolution höchstwahrscheinlich ausgeblieben, wäre ihr nicht die finanzielle Revolution vorausgegangen. Es war das beliebig vermehrbare Geld, das der Menschheit die Zukunft erschlossen hat. Nur dadurch konnten Unternehmer heute etwas aufbauen, was sich erst morgen finanziell auszahlen würde.

Die Bank gewährt dem Schuhhersteller den Kredit, weil sie damit rechnet, dass er das Darlehen aus den Einnahmen zurückbezahlt, die er mit dem Verkauf seiner Schuhe erzielt. Aber diese Schuhe existieren zum Zeitpunkt der Kreditvergabe nur als Idee im Kopf des Unternehmers. Und dabei würde es auch bleiben, wenn der Kredit nicht vergeben würde. Denn dann könnte der Schuhhersteller seine Fabrik nicht bauen. Erst das Geld setzt die Schuhe ins Werk. Es bezieht seinen Wert nicht aus sich selbst, sondern daraus, dass mit seiner Hilfe Güter hervorgebracht werden.

Aus Papiergeld werden Schuhe. Eisenbahnen. Autos. Flugzeuge. Computer. Die Materie wird umgeformt, so wie die Alchemisten Blei in Gold umformen wollten.

Wenn aber Banken und Unternehmen neues Geld erschaffen können, um damit neue Dinge in die Welt zu bringen, dann kann das auch der Staat.

Im Februar 2005 passiert ein hagerer 78-jähriger Mann mit großer Brille die Sicherheitsschleuse am Eingang des amerikanischen Repräsentantenhauses in Washington. Der Haushaltsausschuss hat ihn vorgeladen, die Parlamentarier wollen wissen, wie es um die amerikanische Wirtschaft steht. Der Mann ist Alan Greenspan, damals Präsident der US-Notenbank Federal Reserve. Es gibt einen Videomitschnitt seines Gesprächs mit den Abgeordneten, deshalb kann man es nacherzählen.


Niemand kann die Regierung davon abhalten, so viel Geld zu schaffen, wie sie will“ Alan Greenspan, damals Präsident der US-Notenbank Federal Reserve

An einer Stelle ergreift der Republikaner Paul Ryan das Wort. Ryan wird später, unter dem Präsidenten Donald Trump, zum Sprecher der republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus avancieren, noch später wird er sich aus der Politik zurückziehen, im Februar 2005 aber ist er noch einfacher Abgeordneter. Ryan also will an diesem Tag von Alan Greenspan wissen, ob die amerikanische Regierung angesichts leerer Staatskassen über ausreichend Geld verfüge, um die staatlichen Renten auszubezahlen.

Ryan verfolgt mit dieser Frage ein politisches Ziel. Er ist für den Aufbau einer privaten Altersvorsorge und setzt darauf, dass Greenspan antworten werde, die Regierung könne sich das staatliche Rentensystem nicht mehr leisten. Immerhin ist auch Greenspan Mitglied der Republikaner.

Greenspan aber antwortet: »Niemand kann die Regierung davon abhalten, so viel Geld zu schaffen, wie sie will.«

Anders gesagt, eine Regierung kann sich das Geld gewissermaßen selbst drucken.

Natürlich wäre es nicht so, dass zum Beispiel der deutsche Finanzminister einen Mitarbeiter nach Gmund am Tegernsee schicken würde, um in der Fabrik von Alfred Kraxenberger ein paar Kisten Geld zu holen. Aber letztlich liefe es auf dasselbe hinaus: Die Bundesregierung würde einfach einen Kredit aufnehmen, ähnlich wie der Schuhfabrikant. Es käme neues Geld in die Welt. Geld, das neue Werte schaffen würde.

Die Sanierung der amerikanischen Rentenversicherung, um die es in dem Gespräch zwischen Greenspan und Ryan ging, würde heute ungefähr 200 Milliarden Dollar im Jahr kosten. Das ist geradezu eine Nichtigkeit, verglichen mit den Herausforderungen, die auf die Menschheit zukommen.

Jahrhundertelang nämlich wurde wenig beachtet, dass all die schönen neuen Dinge, die Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Autos, Flugzeuge und Computer, etwas mit sich brachten, das die Welt, wie wir sie kennen, verändert. Bei der Umformung der Materie entsteht ein Abfallprodukt: Kohlendioxid. Es sammelt sich in der Atmosphäre an, was dazu führt, dass sich die Erde aufheizt.

Es gibt auf der Erde 195 Staaten. Genau zwei von ihnen schaffen es nach eigenen Angaben, weniger Kohlendioxid zu erzeugen, als die Wälder und Wiesen im eigenen Land absorbieren: Der eine ist Bhutan, ein kleines Königreich am Rand des Himalaya mit knapp 750.000 Einwohnern, der andere ist Suriname, ein ähnlich winziges Land an der Nordküste Südamerikas mit rund 550.000 Einwohnern.

Der Rest der Welt hat allein im Jahr 2018 nach Angaben der Vereinten Nationen 55,3 Gigatonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Um den Klimawandel zu begrenzen, müssten zumindest die Industrienationen ihre Emissionen bis zum Jahr 2050 auf null senken.

Das zu bewerkstelligen wird vor allem eines werden: sehr teuer.

Für den Kampf gegen den Klimawandel wird seit Jahren zu wenig Geld ausgegeben. Es ist, als ob die Welt es sich nicht leisten könnte, sich selbst zu retten

Nach einer Berechnung der Europäischen Kommission müssen allein in den kommenden zehn Jahren zusätzlich drei Billionen Euro ausgegeben werden, damit Europa sein Klimaziel erreichen kann. Das entspricht etwa dem Zehnfachen des jährlichen deutschen Bundeshaushalts. Man müsste Solaranlagen und Windräder errichten, Ladestationen für Elektroautos installieren, das Bahnnetz erweitern und modernisieren, den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, Gebäude dämmen, die landwirtschaftliche Produktion umstellen.

Unklar ist nur, woher das Geld kommen soll.

Die Staaten der EU könnten es sich von den Reichen holen oder von den Armen. Sie könnten die Steuern erhöhen oder die Sozialleistungen kürzen. Sie könnten also ihren Bürgern etwas wegnehmen. Das Problem ist nur: Niemand lässt sich gern etwas wegnehmen. Die Steuerzahler nicht, die Arbeitslosen nicht und die Rentner auch nicht. Das Ergebnis: Für den Kampf gegen den Klimawandel wird seit Jahren zu wenig Geld ausgegeben, nicht nur in Deutschland.

Es ist, als ob die Welt es sich nicht leisten könnte, sich selbst zu retten. Warum also das Geld nicht einfach drucken?

So ähnlich dachte vermutlich auch Rudolf Havenstein. Havenstein war in den 1920er-Jahren Präsident der Reichsbank, der Notenbank der Weimarer Republik. Er stammte aus einer preußischen Beamtenfamilie und arbeitete nach dem Studium erst einmal als Richter. Über sein Leben weiß man nicht viel, aber mit dem Drucken von Geld kannte er sich aus.

Deutschland 1923: In Berlin tapezieren sie mit Geldscheinen – Tapeten wären teurer
In seiner Amtszeit als Reichsbankpräsident ließ Havenstein derart viele Scheine herstellen, dass sie bald in Schubkarren durch die Straßen gefahren wurden. Das neue Geld aber verwandelte sich nicht in Eisenbahnen, Autos oder Flugzeuge. Es blieb, was Geld eigentlich ist: Papier. Und weil es immer mehr davon gab, verlor es immer mehr an Wert.

Im November 1923 kostete ein Straßenbahnticket in Berlin – einfache Fahrt – 150 Milliarden Reichsmark.

Ein Kilo Roggenbrot ging für 428 Milliarden Mark über die Ladentheke.

Für 50 Kilo Braunkohlebriketts mussten 1,981 Billionen Mark bezahlt werden.

Auf dem Höhepunkt der Geldentwertung wurden in Berlin Wohnungen mit Geldscheinen tapeziert, weil Tapeten teurer gewesen wären. In über 100 Druckereien wurde Tag und Nacht gearbeitet, um immer mehr Banknoten unter die Leute zu bringen, die mit immer höheren Zahlen versehen waren. Die Menschen hatten jegliches Vertrauen verloren, dass mit diesen Papierstapeln irgendetwas Sinnvolles anzufangen war. Die Preise verdoppelten sich etwa alle vier Tage, Ersparnisse lösten sich in Luft auf, das Bürgertum fühlte sich von der Politik betrogen. Erst im November 1923 beendete eine Währungsreform den Spuk.

Ereignisse wie diese gab es viele in der Wirtschaftshistorie. Sie sind der Grund, weshalb das Drucken von Geld heute einen so schlechten Ruf hat.

Tatsächlich ist die Geschichte des modernen Geldes auch eine Geschichte der Inflation. Schon in den letzten Jahren der Regentschaft des Mongolenherrschers Kublai Khan wuchsen die Zweifel an der Stabilität seines neuen Geldes. Die nach dem Sturm auf die Bastille im Jahr 1789 in Frankreich geschaffene Revolutionswährung verlor innerhalb weniger Jahre so rapide an Wert, dass sie von Händlern nicht mehr angenommen wurde. Sehr viel später, im frühen 21. Jahrhundert, musste die Regierung von Simbabwe einen 100-Milliarden-Dollar-Schein einführen, weil die Preise so schnell gestiegen waren. In Venezuela liegt die Inflationsrate nach Angaben des Internationalen Währungsfonds bei über einer Million Prozent.

Betrachtet man die immer gleichen Bilder von wertlosen Geldbündeln, kann man schnell zu der Meinung kommen, das Drucken von Geld sei wirtschaftspolitischer Irrsinn. Es lohnt sich aber, einen genaueren Blick auf die Entstehung einer Inflation zu werfen, zum Beispiel in der Weimarer Republik.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs geht es in Deutschland wirtschaftlich aufwärts. Die Produktion in der Industrie zieht an, der Export floriert, Unternehmen stellen massenweise Leute ein, die Arbeitslosigkeit sinkt. Im Jahr 1922 – am Vorabend der Hyperinflation – herrscht im Deutschen Reich praktisch Vollbeschäftigung. In dieser Lage bringt die Regierung auf einmal mehr und mehr Geld in Umlauf: Sie benötigt es für die Versorgung von Kriegsverwundeten, für die Wiedereingliederung der Soldaten in die Gesellschaft, für den Neubau von Wohnungen.

Allerdings werden nur sehr wenige zusätzliche Wohnungen gebaut. Und obwohl viele Tausend ehemalige Soldaten plötzlich über zusätzliches Geld verfügen, das sie ausgeben könnten, werden kaum zusätzliche Fahrräder oder Kleider produziert.

Es gibt einfach nicht genug Arbeitskräfte. Alle Handwerker, Monteure, Bandarbeiter sind bereits beschäftigt.

Das Problem ist das Drucken von Geld zum falschen Zeitpunkt. Nicht das Drucken von Geld an sich
Die Lage verschärft sich, als französische und belgische Truppen im Januar 1923 das Ruhrgebiet besetzen, weil Deutschland mit den Reparationszahlungen für die Verbrechen des Ersten Weltkriegs im Rückstand ist. Der Einmarsch löst eine landesweite Empörungswelle aus. In den betroffenen Gebieten kommt es zu Streiks und Produktionsausfällen. Zechen stellen den Betrieb ein, Stahlwerke bleiben geschlossen, das Zentrum der deutschen Schwerindustrie ist praktisch lahmgelegt. Die Unternehmen können ihre Leute nicht mehr bezahlen. Da erklärt sich die Reichsregierung bereit, die Löhne von rund zwei Millionen Arbeitern aus dem Staatshaushalt zu begleichen – und lässt noch mehr Geld drucken.

Damit sich Papiergeld in neue Produkte verwandeln und auf diese Weise neue Werte schaffen kann, benötigt es einen Transformator, eine schöpferische Kraft. Das ist die menschliche Arbeit. Ist die nicht verfügbar, dann steht einer konstanten Menge an Gütern eine immer weiter steigende Menge an Geld gegenüber. Die Folge: Der Preis für das einzelne Gut steigt immer weiter. Nichts anderes ist Inflation.

Das Problem ist also das Drucken von Geld zum falschen Zeitpunkt. Nicht das Drucken von Geld an sich.
Nach den wiederkehrenden Inflationskrisen aber wurde Geld in vielen Ländern auf einmal als eine Art Gefahrengut betrachtet. Wissenschaftler entwickelten eine Theorie, die sogenannte Ökonomische Theorie der Politik, auch Public-Choice-Theorie genannt. Demnach neigen Politiker generell dazu, zu viel Geld auszugeben, weil es sich nicht um ihr eigenes Geld handelt und weil sich damit Wählerstimmen mobilisieren lassen. Am besten, man hält sie mit allerlei Vorschriften davon ab. Oder, noch besser, sie hindern sich selbst daran, so wie es die deutsche Bundesregierung mit der Einführung der Schuldenbremse getan hat.

Am 24. Oktober 1929 – gerade mal sechs Jahre nach dem Ende der großen Inflation – brachen an der Wall Street in New York die Aktienkurse ein. Die Weltwirtschaftskrise begann, bald erreichte sie auch Deutschland. Es kam zu Massenentlassungen, 1931 waren bereits 4,5 Millionen Deutsche arbeitslos. Das wäre ein guter Moment gewesen, zusätzliches Geld unter die Leute zu bringen, zum Beispiel um damit Straßen zu bauen. Die Regierung diskutierte darüber, entschied sich dann aber dagegen, aus Angst, die Inflation werde zurückkehren.

Das Protokoll der Reichstagssitzung vom 13. Oktober 1931 bringt die Gedankenwelt der damaligen Zeit auf den Punkt: Da erklärt der Reichskanzler Heinrich Brüning zunächst, er werde die Löhne und Gehälter der Staatsbediensteten kürzen und die staatlichen Unterstützungsleistungen zusammenstreichen. Der Abgeordnete Johann Leicht von der Bayerischen Volkspartei dankt Brüning daraufhin dafür, dass dieser »unter keinen Umständen einer neuen Inflation die Wege ebnen« werde.

In den Monaten darauf verschärft sich die Krise. Keine zwei Jahre später ist die Wirtschaft am Boden, und die Nationalsozialisten übernehmen die Macht.

Ausgerechnet jetzt, da sich der Klimawandel immer weiter beschleunigt, scheint das Geheimnis des Geldes in Vergessenheit geraten zu sein

Damals hat die Regierung das Geld künstlich verknappt, weil sie sich vor dem Geld fürchtete. Heute hätte eine derart strikte Politik im Deutschen Bundestag nicht mehr viele Anhänger. Die Angst vor dem Geld aber ist geblieben. In Deutschland ebenso wie in vielen anderen Ländern. In der EU suchen mehr als 15 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz, weltweit sind es mehr als 212 Millionen. Der Transformator, um zusätzliches Geld in zusätzliche Produkte zu verwandeln, wäre also vorhanden. Die Menschheit hat ihr Potenzial noch nicht ausgereizt.

Dennoch scheint ausgerechnet jetzt, da sich der Klimawandel immer weiter beschleunigt, das Geheimnis des Geldes in Vergessenheit geraten zu sein. Als müssten die Menschen noch immer erst Gold und Silber aus den Bergwerken holen, Getreidefelder bestellen oder Bären jagen, bevor sie über Geld verfügen können.

Dieser Artikel soll mit einer Anekdote aus dem vergangenen Jahrhundert enden. Erzählt hat sie der britische Ökonom John Maynard Keynes, der von 1883 bis 1946 lebte. Sie geht so: Während des Zweiten Weltkriegs unterhält sich Keynes mit einem berühmten Architekten. Keynes sagt, die von deutschen Bomben zerstörten Londoner Häuser müssten möglichst schnell wieder aufgebaut werden.

Woher denn das Geld dafür kommen solle, fragt der Architekt.

»Aber Sir John«, antwortet Keynes, »Sie bauen Häuser doch bestimmt nicht aus Geld. Sie meinen vielleicht, woher die Steine, der Mörtel, der Stahl und der Beton dafür kommen sollen.«

»Oh nein«, sagt der Architekt. »Davon haben wir genug.«

»Dann wollen Sie sagen, dass es nicht genug Arbeiter gibt, um die Häuser zu bauen?«, fragt Keynes.

»Nein«, entgegnet der Architekt, »das ist kein Problem.«

»Dann ist Ihr Punkt wahrscheinlich, Sir John, dass es an Architekten mangelt«, erwidert Keynes, und als ihm auffällt, dass diese Antwort von einem Architekten möglicherweise als unhöflich empfunden werden könnte, fügt er schnell hinzu: »Wenn wir genug Steine und Mörtel und Stahl und Beton und Arbeiter und Architekten haben, warum bauen wir dann damit keine Häuser?«

Ja, warum eigentlich nicht?

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